Fränkischer Helmhersteller

Darum spezialisiert sich Uvex zunehmend auf den Sommer

Fürth - Wegen des Klimawandels setzt der fränkische Sport- und Schutzhelm-Hersteller Uvex zunehmend auf Sommersportarten.

Aufgrund der zuletzt meist erst spät einsetzenden und schneearmen Winter stagnierte im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/16 (31. Juli) der Umsatz der Sport-Sparte bei 118 Millionen Euro, wie das im fränkischen Fürth ansässige Familienunternehmen am Dienstag mitteilte.

Um unabhängiger vom europäischen Winter zu werden, wolle das Unternehmen nun international neue Märkte erobern, sagte der geschäftsführende Gesellschafter Michael Winter. „Im Reit- und Radsport, unserem Sommerstandbein, sehen wir hohes Potenzial für Wachstum“, sagte Winter. Dieser Geschäftsbereich soll daher langfristig ausgebaut werden.

Die Arbeitsschutz-Sparte mit Helmen und Brillen verzeichnete mit 287 Millionen Euro ein Umsatzplus von vier Prozent. Sie erwirtschaftet 72 Prozent des Gesamtumsatzes.

Der Konzernumsatz stieg um drei Prozent auf 399 Millionen Euro. Die Gruppe verfehlte damit ihr Wachstumsziel von fünf Prozent. „Anhaltende Währungsschwankungen in Kernmärkten wie Russland, Australien oder Südafrika, aber auch der späte Winter zum dritten Mal in Folge stellen die Unternehmensgruppe jedes Jahr vor neue Herausforderungen“, sagte Winter. Das Unternehmen, das 2016 sein 90-Jahre-Firmenjubiläum feierte, äußert sich grundsätzlich nicht zur Gewinnsituation. Uvex beschäftigt 2300 Mitarbeiter.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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