Fragen und Antworten zum drohenden Streik

Berlin - Nach dem Streikvotum der Lokführergewerkschaft GDL müssen sich Bahnkunden auf Behinderungen und Zugausfälle einstellen. Einige wichtige Fragen und Antworten zu den drohenden Folgen:

Wie können sich Fahrgäste über Behinderungen informieren?

Die Bahn empfiehlt, sich vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage zu informieren: Im Internet auf der Seite www.bahn.de/aktuell oder unter der kostenlosen Telefonnummer 08000 996633.

Gibt es bei Streik den Preis für die Fahrkarte zurück?

Wer in einem von Streik betroffenen Zug sitzt, kann nicht auf eine Entschädigung für große Verspätungen pochen. Die Bahn haftet nur, wenn sie die Gründe einer Verzögerung selbst zu vertreten hat. Wer seine Fahrt gar nicht erst antritt, kann das Ticket aber kostenlos umtauschen oder bekommt sein Geld zurück. Frühbuchersparpreise mit fester Zugbindung gelten ausnahmsweise auch für spätere Züge.

Welchen Schaden bringt ein Streik für die Bahn?

Ein Arbeitskampf bedeutet für den bundeseigenen Konzern Schäden in Millionenhöhe. Schon jetzt gingen Einnahmen verloren, wenn Kunden aus Verunsicherung mit dem Ticketkauf zögerten. Bei einem Stillstand drohen weitere Einnahmeausfälle. Bei rechtswidrigen Aktionen will die Bahn Schadenersatz von der GDL fordern.

Was kann die Bahn gegen einen Streik der GDL unternehmen?

Die Konzernspitze will versuchen, Sonderdienstpläne aufzustellen sowie interne und externe Mitarbeiter zu rekrutieren, um zusätzliches Fahrpersonal zu bekommen. Zudem gibt es unter den Lokführern rund 8000 Beamte, die nicht streiken dürfen.

Sind auch andere Eisenbahnanbieter von dem Streik betroffen?

Beim größten privaten Bahn-Konkurrenten Veolia Verkehr (früher Connex/40 regionale Töchter im Nahverkehr) sollen alle Züge regulär fahren. "Es sei denn, auf dem Gleis steht ein bestreikter Zug. Den können wir nicht überholen", sagte eine Sprecherin. Falls nötig, sollen möglichst Ersatzverkehre mit Bussen eingerichtet werden.

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