Fraport signalisiert Gesprächsbereitschaft mit Gewerkschaft

Frankfurt/Main - Die Bemühungen, den Streik am Frankfurter Flughafen zu beenden, schreiten voran. Flughafenbetreiber Fraport übersandte der Gewerkschaft jetzt ein schriftliches Gesprächsangebot.

Die Bemühungen um ein Ende des Streiks auf dem Vorfeld des Flughafens in Frankfurt am Main nehmen konkrete Formen an. Der Flughafenbetreiber Fraport übersandte der Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) am Mittwoch schriftlich ein Gesprächsangebot. Wie Vorstandschef Stefan Schulte sagte, ist es mit der Aufforderung verbunden, die Streikmaßnahmen auf dem Vorfeld umgehend zu beenden und an den Verhandlungstisch zurückzukehren. Die GdF reagierte zurückhaltend.

„Wir erwarten von der GdF, dass sie dieses Gesprächsangebot annimmt und den Streik beendet. Dass diese Auseinandersetzung weiter zulasten der Passagiere und Fluggesellschaften geht, muss ein Ende haben“, sagte Schulte.

Fraport sei bereits in einigen Punkten auf die hohen Forderungen der Gewerkschaft eingegangen. So habe sie die für die Vorfeldkontrolle nahezu erfüllt. Für die beiden in Frankfurt von der GdF an Flughäfen erstmals verhandelten Bereiche Verkehrszentrale und Vorfeldaufsicht seien die Forderungen im Verhältnis zu vergleichbaren Tätigkeiten in anderen Bereichen aber so hoch, „dass sie in keiner Relation mehr zu diesen stehen und das Gehaltsgefüge insgesamt sprengen“, fügte Schulte hinzu. Er äußerte die Erwartung, dass die GdF in den Gesprächen Kompromissbereitschaft zeige, um einen adäquaten Ausgleich für beide Seiten zu finden.

GdF-Verhandlungsführer Dirk Vogelsang reagierte auf dapd-Anfrage zurückhaltend auf das Gesprächsangebot, das ihm noch nicht vorliege. Die Gewerkschaft habe bereits Kompromissbereitschaft gezeigt, indem sie den Schlichterspruch in dem Tarifkonflikt angenommen habe. Vogelsang forderte, diesen als Basis für weitere Gespräche zu nehmen. Innerhalb des Schlichterspruchs gebe es schließlich nur noch wenige Konfliktpunkte.

dapd

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