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Für Frauen dürfte es künftig mehr Gleichberechtigung auf dem Arbeitsmarkt geben.

Frauen profitieren vom demografischen Wandel

Nürnberg - Die Benachteiligung von Frauen auf dem deutschen Arbeitsmarkt könnte sich nach Ansicht der Bundesagentur für Arbeit bald von selbst erledigen.

“Frauen haben einen starken Verbündeten, den demografischen Wandel. Wir werden älter und weniger. Die Arbeit bleibt, aber die Arbeitskräfte gehen aus“, erklärte Vorstandsmitglied Heinrich Alt am Mittwoch in Nürnberg - einen Tag vor dem Weltfrauentag (8. März).

Bislang arbeiteten Frauen deutlich öfter in Teilzeit, seltener in Führungspositionen und verdienten weniger als Männer. Außerdem seien Frauen häufiger langzeitarbeitslos. Fast 70 Prozent aller arbeitslosen Frauen bekämen Hartz IV. Die Beschäftigungsquote der Frauen war im Juni 2011 mit 48,7 Prozent deutlich kleiner als die der Männer mit 56,0 Prozent.

Dabei seien Frauen eigentlich eine “gut qualifizierte Reserve für den Arbeitsmarkt“. Sie hätten oft die besseren Schulabschlüsse und seien für das Berufsleben mindestens so gut qualifiziert wie Männer, sagte Alt. “Eine Reservebank können wir uns am Arbeitsmarkt aber nicht leisten. Fachkräfte werden bereits heute händeringend gesucht, offene Stellen können nicht besetzt werden - auch in klassischen Frauenberufen, wie zum Beispiel im Gesundheitswesen.“

Viele junge Mütter würden zwar gerne arbeiten, könnten aber oft nicht. “Deutschland macht es Alleinerziehenden bislang leider nicht einfach zu arbeiten. Zumindest nicht in Vollzeit. Die Betreuungsangebote wurden und werden zwar ausgebaut, entsprechen in ihrer Gestaltung aber nicht dem Stand des 21. Jahrhunderts.“ Mehr als 60 Prozent der arbeitslosen Frauen hätten Berufe mit Arbeitszeiten, die klassische Kinderbetreuungszeiten nicht abdeckten - etwa im Einzelhandel oder Hotel- und Gaststättengewerbe.

dpa

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