Freistaat macht Ernst bei Sportwetten

- München - Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zum staatlichen Monopol auf Sportwetten hat Bayerns Finanzminister Kurt Faltlhauser jetzt Maßnahmen erlassen. Die EU-Kommission indes will den Markt für Sportwetten in Deutschland und sechs anderen EU-Staaten für mehr Wettbewerb öffnen.

Sie eröffnete dazu Verfahren wegen Verletzung des EU-Vertrags, die zu Klagen vor dem Europäischen Gerichtshof führen können. Berlin hat zwei Monate Zeit für eine Stellungnahme. Für die bayerische Lotterieverwaltung gilt ab sofort Folgendes:

 Das Angebot wird einschränkt. So soll es zum Beispiel keine Halbzeitwetten, Wetten über SMS und im Fußballstadion mehr geben.

 Bei Wetten im Internet gilt: Altkunden werden aufgefordert, binnen drei Wochen sich zu identifizieren. Neuanmeldungen sind vorerst nicht mehr möglich.

Die Bandenwerbung für Oddset in Stadien wird eingestellt, die Werbung überprüft.

Auf alle Spielscheine wird ein Hinweis auf die Suchtgefährdung aufgedruckt. In den Annahmestellen sollen Hinweise auf Suchtberatungsstellen ausgehängt werden.

Grundsätzlich darf nur noch mit Kundenkarte gewettet werden. Dadurch gibt es Sperrmöglichkeiten, der Spieler kann individuelle Wettlimits einspeichern.

Es wird ein Konzept für Suchtgefährdete entwickelt.

Neue Trikotwerbung wird es nicht mehr geben.

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