Freistaat will im regionalen Bahnverkehr für mehr Wettbewerb sorgen

- Der Freistaat will im regionalen Bahnverkehr für mehr Wettbewerb sorgen. Nach Angaben von Wirtschaftsminister Otto Wiesheu (CSU) vom Montag werden in den nächsten zehn Jahren stufenweise rund 30 Millionen Zugkilometer ausgeschrieben. Die Deutsche Bahn (DB AG) werde aber auch künftig den Löwenanteil der insgesamt 102 Millionen Zugkilometer pro Jahr erbringen.

<P>München/Nürnberg - Da lediglich die DB AG dieses immense Volumen leisten könne, werde der Freistaat bei der Öffnung des Wettbewerbs mit Augenmaß und in vernünftigen Schritten vorgehen, erklärte Wiesheu.</P><P><BR>Derzeit laufe bereits die Ausschreibung für einen Ersatzverkehr auf der ehemaligen InterRegio-Linie 25 OberstdorfMünchen-Regensburg-Hof. Voraussichtlich im kommenden Jahr sollen nach Angaben des Ministeriums Bahn-Leistungen im Raum Regensburg, auf den nicht elektrifizierten Strecken im Raum Nürnberg, auf der Neubaustrecke München-Ingolstadt-Nürnberg sowie im Berchtesgadener Land mit einem Volumen von zusammen rund 7,2 Millionen Zugkilometern ausgeschreiben werden.<BR>Für mehr Wettbewerb zwischen der Deutschen Bahn und privaten Eisenbahngesellschaften will der Freistaat in den kommenden Jahren auch beim Bahnverkehr in den Regionen Augsburg, Würzburg und Bayreuth, auf der S-Bahn-Linie München-Dachau-Altomünster, auf der Strecke München-Passau und schließlich im Raum Aschaffenburg sorgen. Oberstes Prinzip bei der Vergabe seien pünktlich, sichere, saubere und komfortabele Züge, unterstrich der Wirtschaftsminister.</P><P><BR>Bisher sind nach seinen Angaben private Bahngesellschaften bereits auf den Strecken Hof-Regensburg und Marktredwitz-Eger im Einsatz. Die Strecken bedient die Vogtlandbahn. Die Bayerischen Oberlandbahn bedient Teile Oberbayerns, die Kahlgrundbahn das westliche Unterfranken. Die nicht bundeseigenen Eisenbahngesellschaften legen im Auftrag des Freistaats im Jahr bislang rund vier Millionen Zugkilometer zurück. Für den Nahverkehr auf der Schiene gibt der Freistaat derzeit insgesamt rund 810 Millionen Euro pro Jahr aus. </P>

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