Fremde Währung bietet Chancen

- München - Nicht nur Anleihen, Sparbriefe oder Aktien eignen sich zur Kapitalanlage, auch das Auf und Ab der Weltwährungen birgt Gewinnchancen. Wer diese nutzen möchte, dem bietet der Kapitalmarkt eine Fülle von Möglichkeiten. Vor der Anlage sollte man sich aber über die Risiken informieren.

<P>Welche Währung?</P><P>Wie bei vielen anderen Anlageformen gilt auch bei Fremdwährungen der Leitsatz: Je höher die mögliche Rendite, um so größer ist auch das Risiko! Deshalb sollte man sich nur die Währungen aussuchen, die zum persönlichen Risikoprofil passen. Gerade bei exotischen Währungen mit großer Schwankungsbreite ist die Gefahr eines höheren Verlustes groß.</P><P> Ein guter Anhaltspunkt ist die Länderbonitätsliste, die regelmäßig veröffentlicht wird. In den letzten Monaten konnte man nur mit wenigen Währungen von bonitätsmäßig einwandfreien Ländern wie mit japanischen Yen oder schwedischen Kronen eine positive Performance erzielen. Wer beispielsweise auf den US-Dollar gesetzt hat, hat seit Januar 16 % seines eingesetzten Kapitals verloren. Risikobewusste Anleger hingegen, die südafrikanischen Rand gekauft haben, können sich nicht nur über höhere Zinsen als hierzulande, sondern auch über 20 % Währungegewinn freuen.<BR><BR>Anleihen</P><P>Ausländische Staats- oder Unternehmensanleihen bieten eine gute Möglichkeit, auf Währungsgewinne zu setzen. Der Anleger hat hier eine große Auswahl an Laufzeiten und einen marktgerechten Zins. Bei Unternehmensanleihen sollten nur Firmen mit Top-Ratings gewählt werden.<BR><BR>Aktien</P><P>Wer auf ausländische Aktien setzt, muss die Papiere nicht über ausländische Börsen kaufen. Wer beispielsweise Microsoft über die Münchener Börse kauft, zahlt den in Euro umgerechneten Währungskurs. Sollten der Aktienkurs und der US-Dollar um jeweils 10 % zulegen, wäre der Anlageerfolg 20 %.<BR><BR>Investmentfonds</P><P>Vor allem auf Währungen lautende Geldmarktfonds erfreuten sich in den letzten Jahren großer Beliebtheit. Sie bieten neben möglichen Devisenkursgewinnen auch eine marktübliche Verzinsung. Die Fondsgesellschaften offerieren in diesem Bereich eine große Palette verschiedener Währungen. Es lohnt sich daher ein Performance- und Gebührenvergleich.<BR><BR>Währungsoptionen</P><P>Nur für Spekulanten eignen sich Währungsoptionsscheine. Man hat dabei zwar zusätzlich die Möglichkeit, auf fallende Währungen zu setzen, es besteht jedoch die Gefahr, aufgrund der zumeist kurzen Laufzeiten einen Totalverlust zu erleiden.<BR><BR>Währungskonten</P><P>Für gängige Währungen bieten viele Banken ihren Kunden die Möglichkeit, ein Währungskonto zu eröffnen. Dies kann vor allem dann sinnvoll sein, wenn beispielsweise eine US-Anleihe fällig wird und der Anleger die aktuellen Währungsverluste nicht realisieren möchte. Zur Anlage eignen sich die Konten nur bedingt, da diese nicht verzinst werden.<BR><BR>Sorten/Bargeld</P><P>Sorten eignen sich kaum zur Währungsanlage. Zwar ist es möglich, mit Barem Kursgewinne mitzunehmen, doch sprechen der hohe Ankaufsaufschlag und die fehlende Verzinsung dagegen.<BR></P>

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