+
Mit den Nutzungsrechten soll das schnelle mobile Internet in Deutschland vorangetrieben werden.

Bieter zufrieden mit dem Ergebnis

Mobilfunkauktion spielt 5,1 Milliarden ein

Mainz - Die Auktion um neue Mobilfunkfrequenzen für das schnelle Internet in Deutschland ist zu Ende. Nun fühlen sich die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica für den Ausbau ihrer Turbonetze in den kommenden Jahren gewappnet.

Es war eine der ertragreichsten Auktionen von Mobilfunkfrequenzen in Europa der vergangenen Jahre.

Für einen Preis von insgesamt 5,1 Milliarden Euro ersteigerten nach einem dreiwöchigen Bieterkampf die Deutsche Telekom, Vodafone und Telefónica neue Frequenzen für den Ausbau des schnellen mobilen Internets in Deutschland, teilte die Bundesnetzagentur mit.

Für Handy-Nutzer ist damit ein weiterer Grundstein für mobiles Turbosurfen in den kommenden Jahren gelegt. Der Präsident der Bundesnetzagentur Jochen Homann erklärte: "Es sollte den Unternehmen möglich sein, nun zügig Investitionen in den flächendeckenden Netzausbau zu tätigen".

Zum ersten Mal in Europa kamen bei der Versteigerung in der Niederlassung der Bundesnetzagentur in Mainz Frequenzen aus dem Bereich 700 Megahertz unter den Hammer (digitale Dividende II).

Derzeit wird dieser noch vom Rundfunk genutzt, soll in den kommenden Jahren mit seiner Umstellung auf DVB-T2 aber frei geräumt werden. Diese Frequenzen, die sich besonders für den Einsatz in ländlichen Regionen eignen und deshalb sehr begehrt waren, werden nun Schritt für Schritt bis 2019 vollständig für den Mobilfunk nutzbar gemacht.

Die Auktionserlöse der Mobilfunkauktion fließen zum großen Teil an den Bund. Der muss sich aber einen Betrag von 1,33 Milliarden Euro, den die Unternehmen für Frequenzen der digitalen Dividende II und aus dem Bereich 1500 Megahertz ausgegeben haben, mit den Ländern teilen. Investiert werden soll die Summe vor allem in den Breitbandausbau wie beispielsweise Glasfasernetze.

Die drei Bieter zeigten sich zufrieden mit dem Auktionsergebnis. "Mit den erworbenen Frequenzen werden wir die Digitalisierung Deutschlands weiter vorantreiben", erklärte Deutschland-Chef der Telekom, Niek Jan van Damme.

Damit werde der Konzern seinem Anspruch gerecht, den Kunden das beste Mobilfunknetz zu bieten. Telefónica-Chef Thorsten Dirks sprach von einem werthaltigen Paket, das das Unternehmen erworben habe. Zu Gute komme es den Kunden, die in Zukunft vom besten Netz mit attraktiven Preisen profitieren würden.

Während Telekom und Telefónica für die Nutzungsrechte 1,8 Milliarden beziehungsweise 1,2 Milliarden Euro berappen müssen, war die Auktion für Vodafone mit 2,1 Milliarden Euro am teuersten. Bei einigen Frequenzblöcken bestand für die Düsseldorfer allerdings Nachholbedarf, so dass mit dem Auktionsergebnis alle Anbieter ähnlich gut mit Frequenzen ausgestattet sind. Die Kunden profitierten künftig von noch schnelleren Netzen, einer höheren Qualität und einem besseren Service, erklärte der Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum.

Pressemitteilung Bundesnetzagentur zum Auktionseregebnis

Pressemitteilung Vodafone

Pressemitteilung Telefónica Deutschland

Pressemitteilung Telekom

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Borgward wagt sich mit erstem Modell auf deutschen Markt
Stuttgart (dpa) - Mit Online-Vertrieb und einer Allianz mit der Werkstattkette A.T.U versucht der Autobauer Borgward nun auch auf dem deutschen Markt Fuß zu fassen.
Borgward wagt sich mit erstem Modell auf deutschen Markt
US-Handelskonflikt belastet zunehmend deutsche Wirtschaft
Zollstreit, Unionszwist und eine neue Regierung in Italien: Unsicherheiten für die deutsche Wirtschaft gibt es derzeit genug. Das drückt Experten zufolge auch auf die …
US-Handelskonflikt belastet zunehmend deutsche Wirtschaft
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland
Verbraucherschützer warnen: Salmonellen-Alarm bei Aldi, Penny und Kaufland und Co.! Welche Märkte und welche Produkte betroffen sind, erfahren Sie hier.
„Von dem Verzehr wird dringend abgeraten“: Riesiger Rückruf bei Aldi, Penny und Kaufland
Handelskonflikt drückt Dax ins Minus
Frankfurt/Main (dpa) - Nach dem größten Wochenverlust seit drei Monaten geht es für den Dax weiter abwärts: Im frühen Handel sank der deutsche Leitindex um 0,85 Prozent …
Handelskonflikt drückt Dax ins Minus

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.