Früher Spargel dank Heizung

Niederbayern: - Straubing - Dank einer unterirdischen Heizung im Feld hat in Bayern sechs Wochen früher als normalerweise die Spargelernte begonnen. Während laut Kalender noch Winter ist, holen bei Straubing schon 14 Spargelstecher die Stangen aus der Erde. "Es ist unglaublich und verrückt, aber wir haben das geschafft", sagt Agraringenieur Karl Baumann.

Wegen der gleichmäßigen Wärme im Boden und der milden Witterung sei das Gemüse schneller reif geworden. Der Gäuboden- Spargel werde bereits in Großmarkthallen angeboten.

Als Baumann vor zwei Jahren seine Spargelsetzlinge pflanzte, versenkte er gleichzeitig Heizungsschläuche in dem Acker. Er hatte eine ähnliche Methode bei einem Gemüsebauern in den Niederlanden gesehen. "Ich probiere gern neue Dinge aus", sagt er. Von oben sind die Pflanzen außerdem mit mehreren Schichten Folie umgeben, um sie warm zu halten. "Dadurch gibt es eine optimale Zellteilung und der Spargel wird mild und zart", sagt Baumann. Bis Ostern, wenn normalerweise die Saison beginnt, soll das neun Hektar große Feld abgeerntet sein.

Ob das neue System auch rentabel ist, weiß der Unternehmer noch nicht. Seit einigen Wochen wird nun mit 60 Kubikmetern Holzhackschnitzeln pro Tag Wasser erhitzt und durch die Rohre gepumpt. "Das ist wie eine Fußbodenheizung im Haus." Zudem speichert der Lehm im niederbayerischen Gäuboden die Heizwärme und sichert eine konstante Temperatur von knapp 20 Grad. "Das liebt der Spargel."

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