Führungskrise bei Metro schwelt weiter

Düsseldorf - Die Führungskrise beim Handelsriesen Metro schwelt auch nach dem Vertrauensvotum des Großaktionärs Haniel für Konzernchef Eckhard Cordes weiter.

Medienberichten zufolge soll der 60-jährige Manager nur eine Vertragsverlängerung von maximal zwei Jahren erhalten. Außerdem habe er den Arbeitnehmervertretern im Aufsichtsrat in Aussicht gestellt, den geplanten Verkauf der Warenhauskette Real abzusagen, um deren Unterstützung in dem Gremium für eine Vertragsverlängerung zu erhalten. Das berichteten das “Handelsblatt“ und die “Financial Times Deutschland“ am Donnerstag.

Ein Metro-Sprecher sagte auf Anfrage lediglich, dass Verträge bei dem Düsseldorfer Handelskonzern Metro einen Standard von drei Jahren haben und der Aufsichtsrat über die Verlängerung entscheide. Zu den Gesprächen zwischen den Arbeitnehmervertretern und Cordes machte er mit Hinweis auf Vertraulichkeit keine Angaben. Auch die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi wollte dazu keine Stellung nehmen.

Nach wochenlangem Gerangel um die Zukunft von Cordes an der Spitze des größten deutschen Handelskonzerns hatten sich der Großaktionär Haniel und Metro-Aufsichtsratschef Jürgen Kluge hinter den umstrittenen Manager gestellt. Zuvor war über seine bevorstehende Ablösung spekuliert worden. Aus dem Kreis der Eigentümer hatte sich Unmut breitgemacht, weil Cordes die angepeilten Ziele wie den Verkauf des Warenhauses Kaufhof und der Lebensmittelkette Real nicht umgesetzt hatte. Cordes Vertrag endet im Oktober 2012, über eine Verlängerung kann frühestens Anfang November entschieden werden.

dpa

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