Führungsumbau bei HVB beschlossene Sache

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München (dpa) - Der radikale Führungsumbau bei der HypoVereinsbank ist beschlossene Sache. Theodor Weimer solle neuer Chef der UniCredit-Tochter werden, teilte die Bank am Mittwochabend in München mit. Der HVB-Aufsichtsrat habe Weimer zum Nachfolger von Wolfgang Sprißler nominiert.

Bisher verantwortet der 48-jährige Bank-Manager das Investmentbanking der UniCredit-Gruppe, das derzeit bei der deutschen Tochter in München gebündelt wird. UniCredit-Chef Alessandro Profumo bezeichnete Weimer als "den perfekten Nachfolger" für Sprißler. "Er ist ein renommierter Banker, der aufgrund seiner Beteiligung an einer Vielzahl bedeutender Transaktionen in Deutschland in den vergangenen Jahren die deutsche Finanzszene wie kaum ein anderer kennt", erklärte Profumo. Der Aufsichtsrat beschloss zudem eine Verkleinerung des HVB-Aufsichtsrats von bisher zehn auf sechs Mitglieder.

Die Pläne für den Umbau der HVB-Spitze waren bereits in den vergangenen Tagen bekanntgeworden. Weimer solle zum 1. Januar 2009 zum Vorstandsmitglied der HVB bestellt und nach einer entsprechenden Wahl als Vorstandssprecher die Divisionen Markets & Investment Banking sowie Firmen- & kommerzielle Immobilienkunden verantworten, hieß es. Wie Sprißler bereits bisher soll Weimer künftig auch dem UniCredit-Vorstand angehören und entsprechend als Mitglied des Gremiums vorgeschlagen werden.

Sprißlers Vertrag läuft eigentlich noch bis März 2009. Der 62-Jährige habe dem Aufsichtsrat bestätigt, dass er mit Ablauf nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stehe, hieß es. Daher habe er das Gremium gebeten, ihn zum Jahreswechsel von seinem Posten zu entbinden. Sprißler sei aber bereit, auch künftig eine "wichtige Rolle" für die HVB und die UniCredit-Gruppe zu übernehmen. Wie diese genau aussehen könnte, ließ die Bank offen. Neben einer Beratertätigkeit könnte es sich aber auch um ein Aufsichtsratsmandat bei der HVB handeln.

Ziel der Vorstandsverkleinerung bei der HVB sei eine stärkere Konzentration des Gremiums auf zentrale Aufgaben, also die Führung, die Ressourcenverteilung und das Risikomanagement der Bank, hieß es. Betroffen davon sind Willibald Cernko (Privat- und Geschäftskunden) und Andreas Wölfer (Wealth Management), die ihren Vorstandsrang verlieren, aber auch künftig die operative Leitung des Deutschlandgeschäfts der HVB behalten sollen. Außerdem verlieren Stefan Schmittmann (Firmenkunden) und Ronald Seilheimer (Markets&Investmentbanking) ihre Vorstandsposten und scheiden zum 30. April beziehungsweise zum Jahresende "einvernehmlich" aus der Bank aus, wie es hieß. Mit der neuen Struktur trage die Bank der mittlerweile abgeschlossenen Integration in die UniCredit-Gruppe sowie den Prinzipien internationaler Corporate Governance Rechnung.

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