Fünf Euro, eine Idee und viele CDs

- München - Große CD-Sammlungen in das platzsparende MP3-Format konvertieren und so ganze CD-Regale auf nur eine DVD komprimieren: Das ist die Idee, die das Jungunternehmen Audikon (Audio-digital-Konvertierung) verfolgt. Dahinter stecken die drei Studenten Max Schubert, Oliver Kowallik und Thomas Schörner, die im Rahmen des Wettbewerbs "5-Euro-Business" ein Unternehmen gründen. Dafür haben sie insgesamt fünf Wochen Zeit und fünf Euro Startkapital.

<P>Drei Wochen des Projekts, Wochen voller Arbeit und mit wenig Schlaf, liegen bereits hinter den Volkswirtschaftsstudenten Max Schubert (19) und Oliver Kowallik (23) sowie dem angehenden Bauingenieur Thomas Schörner (20). Wochen, in denen sie viel diskutierten, Konzepte entwickelten, unzählige Telefonate führten, rechtliche Fragen abklärten, eine Homepage erstellten, sich um einen Produktionsraum kümmerten, Crashkurse in Marketing und Projektmanagement besuchten - und "nebenbei" studierten. "Wir wollten unser Geschäft von Anfang an professionell aufziehen", sagt Max, und so war dem Team diese "konzeptionelle Phase" besonders wichtig.<BR><BR>Die Idee, ein Geschäft zu gründen, hatten Max und Oliver schon länger. "Da hat uns das 5-Euro-Business gut in den Plan gepasst", so Oliver. Der Plan, CDs auf MP3-Format zu konvertieren, nahm bei den drei jungen Männern bald konkrete Züge an. "Wir denken, dass der Bedarf da ist", sagen die Studenten. "Überall wird der MP3-Player groß beworben, es nimmt aber viel Zeit in Anspruch, CDs zu digitalisieren." Und genau da setzen die drei motivierten Jungunternehmer an. "Unsere Lieblingszielkundschaft sind Leute, die viele CDs haben und nicht die Zeit, sie zu digitalisieren", sagt Max (19). Und Thomas betont: "Wir distanzieren uns ganz klar von Raubkopierern. Wir kopieren keine CDs, sondern wandeln sie nur um, rein für den Privatbereich."<BR><BR>Jetzt stehen die drei Jungunternehmer "nur" noch vor der Aufgabe, Kunden zu finden. Aber auch da sind sie ganz zuversichtlich: "Wir haben schon viele Anfragen."<BR><BR>Gewinn zu machen mit dem Geschäft ist eines der Ziele im 5-Euro-Business, aber nicht das wichtigste, wie Initiator Dirk Erfurth betont: "Entscheidend ist, dass die Studenten zeigen, ihre Geschäftsidee funktioniert."<BR>Ideenreich sind auch die anderen Teams: da verkaufen Studenten mit Schülern der Modeschule einzigartige Kleidung, oder es wird ein Tanzkurs für Blinde angeboten, der im Bayerischen Sozialministerium so viel Beachtung gefunden hat, dass Christa Stewens die Schirmherrschaft übernimmt.<BR><BR>Noch bis Ende Juni dauert das Projekt 5-Euro-Business, doch für Max, Thomas und Oliver steht bereits jetzt fest: "Wir wollen das Unternehmen weiterführen, auch über das Projekt hinaus." </P>

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