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Wer seinen Ruhestand ausgiebig genießen will, kann sich unter bestimmten Umständen auch vorzeitig aus dem Berufsleben zurückziehen und trotzdem Altersruhegeld beziehen.

Fünf Wege in den Ruhestand

München - Für Menschen, die vorzeitig in den Ruhestand gehen wollen, gibt es – zurzeit noch – fünf Möglichkeiten dazu. Eine davon kann nur von Frauen beansprucht werden. Ein Überblick:

  • Regelaltersrente

Anspruch auf die Regelaltersrente hat fast jeder Bundesbürger. Bedingung dafür ist nämlich nur, dass im Laufe des Lebens mindestens fünf Jahre Versicherungszeit nachgewiesen werden können. Dazu gehören versicherungspflichtige Beschäftigungszeiten sowie Zeiten der Kindererziehung: pro Kind ein Jahr bei Geburten vor 1992, bei Geburten seit 1992 sind es drei Jahre pro Kind. Die Regelaltersrente kann vom 65. Geburtstag an beansprucht werden. Für Frauen und Männer der Geburtsjahrgänge 1947 bis 1963 wird die Altersgrenze stufenweise bis auf den 67. Geburtstag angehoben. 1947 Geborene können diese Altersrente ab 65 Jahren und einen Monat bekommen, 1948 Geborene ab 65 Jahren und 2 Monate und so weiter. Ab Geburtsjahrgang 1964 gibt es die Regelaltersrente nur noch ab „67“.

  • Altersrente für langjährig Versicherte

Diese vorzeitige Altersrente steht Versicherten zu, die mindestens 35 Jahre Versicherungszeit auf ihrem Rentenkonto haben. Dazu gehören neben Zeiten der Beschäftigung zum Beispiel auch „Berücksichtigungszeiten“ für die Erziehung von Kindern (pro Kind sind das bis zu 10 Jahre). Die Altersrente steht an sich mit 65 Jahren zu, kann aber bereits mit 63 Jahren gezahlt werden – allerdings mit einem Abschlag von 7,2 Prozent (= 24 Monate bis zum 65. Geburtstag à 0,3 %). Das heißt: Der Rentenversicherer rechnet aus, wie hoch die Rente wäre und zahlt davon dann nur 92,8 Prozent aus – lebenslang. Wird die Rente mit 64 Jahren bewilligt, so beträgt die Kürzung nur 3,6 Prozent und so weiter. Für nach 1948 und vor 1964 Geborene wird die Altersgrenze von „65“ stufenweise auf „67“ angehoben. Doch auch in diesen Fällen kann schon mit 63 Jahren dem Erwerbsleben Lebewohl gesagt werden – jedoch mit einem Abschlag von bis zu 14,4 Prozent (= 48 Monate bis zum 67. Geburtstag à 0,3 %).

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