Furcht vor Angebotsengpässen lässt Ölpreise wieder steigen

New York/London/Wien - Die Sorge vor Angebotsengpässen hat die Ölpreise am Freitag wieder steigen lassen. Der US-Ölpreis stieg nach einer kurzen Verschnaufpause von zwei Tagen erneut auf ein Rekordhoch.

Für ein Barrel (159 Liter) der Sorte West Texas Intermediate (WTI) zur Auslieferung im Juni kletterte er in der Spitze auf 127,43 Dollar. Das sind 3,31 Dollar mehr als zum Handelsschluss am Vortag. Der Preis für ein Barrel der Nordseesorte Brent stieg um 2,77 Dollar auf 125,40 Dollar.

Die anhaltend hohen Preise würden von der Furcht vor einem geringen Angebot bei Mineralölprodukten gestützt, schrieb die Commerzbank in einer Studie. So habe China rund 4 Gigawatt oder 0,5 Prozent seiner Kapazitäten zur Stromerzeugung wegen des Erdbebens schließen müssen. Dies dürfe eine erhöhte Diesel-Nachfrage nach sich ziehen, da Versorgungslücken durch Dieselgeneratoren geschlossen würden. Zudem sei die Nachfrage nach Vorprodukten für Diesel und Heizöl derzeit ohnehin hoch.

Der Preis für Rohöl der Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) ist unterdessen leicht gestiegen. Nach Angaben des OPEC-Sekretariat vom Freitag kostete ein Barrel Rohöl aus den Fördergebieten des Kartells am Donnerstag 118,95 Dollar. Das waren 17 Cent mehr als am Mittwoch. Die OPEC berechnet den Korbpreis auf der Basis von 13 Sorten der Organisation.

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