Fusion von Delta und Northwest in greifbarer Nähe

New York - Die laufenden Fusionsgespräche unter mehreren großen US-Fluggesellschaften haben deutlich an Fahrt gewonnen und können Medienberichten zufolge nun rasch zum Erfolg führen.

Der drittgrößte US-Anbieter Delta Air Lines und die Nummer fünf Northwest verkünden womöglich bereits nächste Woche ihren Zusammenschluss, berichteten das "Wall Street Journal" und die "Financial Times" in der Nacht zum Donnerstag übereinstimmend in ihren Online-Ausgaben. Gleichzeitig seien auch Gespräche zwischen der zweitgrößten US- Fluggesellschaft United Airlines und der Nummer vier Continental deutlich ernsthafter geworden.

Auch hier sei eine Fusion möglich, schrieb das "Wall Street Journal" unter Berufung auf informierte Kreise. In beiden Fällen seien allerdings noch viele Fragen zu klären. Ein Scheitern der Gespräche sei noch jederzeit möglich. Ursprünglich hatte Delta sowohl mit Northwest als auch mit dem Lufthansa-Partner United gesprochen. Als sich aber eine Fusion mit Northwest konkretisierte, habe sich United stattdessen Continental zugewandt. Den Plänen zufolge solle Delta-Chef Richard Anderson auch an der Spitze der fusionierten Fluggesellschaft Delta-Northwest stehen. Anderson war früher bereits einmal Chef von Northwest.

Der Rekordölpreis und der wirtschaftliche Abschwung in den USA haben zuletzt den Fusionsdruck in der Branche ständig erhöht. An mehreren Fluggesellschaften beteiligte Großaktionäre dringen zudem auf Übernahmen, um die Börsenkurse und Gewinne zu steigern. Eine ganze Reihe der großen US-Fluggesellschaften brachte gerade erst Insolvenzverfahren hinter sich. Die meisten flogen zwar im Gesamtjahr in der Gewinnzone, schrieben aber zuletzt im vierten Quartal wegen der rekordhohen Treibstoffkosten erneut rote Zahlen.

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