Fusion von mobilcom und freenet.de vor dem Durchbruch

- Kiel - Die geplante Fusion zwischen dem Mobilfunkunternehmen mobilcom und seiner Hamburger Festnetz- und Internet-Tocher freenet.de steht vor dem Durchbruch. Die drei verbliebenen Klagen sprechen nach Auffassung des Landgerichts Kiel nicht gegen die geplante Verschmelzung, sagte ein Gerichtssprecher.

In der Hauptsache sei aber noch nicht entschieden. Eine Klage sei unbegründet, die beiden anderen Klagen stünden einer Eintragung der Fusion nicht entgegen, sagte der Sprecher. Einer dieser Kläger verfügt über 30 Aktien, der andere über 100 - bei insgesamt mehr als 65 Millionen.

Falls die verbliebenen Kläger innerhalb der nächsten drei Wochen keine Rechtsmittel einlegen, können die beiden Unternehmen fusionieren. Mit den übrigen Gegnern der Fusion hatte sich mobilcom (Büdelsdorf) in der Zwischenzeit gütlich geeinigt. "Wir begrüßen die Entscheidung des Gerichts", sagte der Vorstandsvorsitzende der mobilcom AG, Eckhard Spoerr. "Wir sind damit der Fusion, die für die Zukunft von freenet und mobilcom sehr wichtig ist, einen großen Schritt näher gekommen." Ungeachtet dessen bemühe sich die Gesellschaft auch weiterhin um eine außergerichtliche Einigung mit den letzten verbliebenen drei Klägern, ebenso wie die freenet.de AG mit dem dort verbliebenen Kläger.

In der vergangenen Woche hatte auch das Landgericht Hamburg die Eintragung der Verschmelzung in das Handelsregister freigegeben. Das Interesse des Unternehmens freenet an der Eintragung der Fusion sei höher zu bewerten als mögliche Vermögensschäden der Kläger, hieß es in dem Urteil der Kammer für Handelssachen. Mobilcom- und freenet- Chef Spoerr hatte bei den Hauptversammlungen beider Unternehmen Ende August erklärt, dass die Fusion bis zum Beginn des nächsten Jahres endgültig unter Dach und Fach sein solle.

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