Zur Fußball-WM kommt der A380

- München - Der Airbus A380 kommt nach München - und dies, bevor das größte Passagierflugzeug der Welt offiziell ausgeliefert wird. Zum Eröffnungsspiel der Fußballweltmeisterschaft 2006 hat Flughafenchef Michael Kerkloh die Sache vorausblickend arrangiert. Er will damit die Position Münchens in der Europaliga der Großflughäfen unterstreichen.

<P class=MsoNormal>Mit dem neuen Terminal 2 sind einerseits zusätzliche Kapazitäten geschaffen worden. Andererseits erwartet Kerkloh ab 2008 einen Engpass auf den bisher zwei Startbahnen, die gegenwärtig noch ausreichen. Sechs bis acht Jahre könnte es laut Kerkloh dauern, bis die dritte Startbahn realisiert ist - für die es noch nicht einmal eine Variantenprüfung gibt.</P><P class=MsoNormal>26,8 Millionen Menschen haben im vergangenen Jahr den Flughafen genutzt - 10,8 Prozent mehr als 2003. Damit haben die Münchner ihren achten Platz vor Barcelona (24,4 Mio. Passagiere) und hinter Rom-Fiumicino (28,1 Mio.) stabilisiert. Frankfurt hat mit 51,1 Millionen zwar deutlich mehr Passagiere. Bei den Verbindungen zu anderen europäischen Zentren "sind wir genauso gut", so Kerkloh.</P><P class=MsoNormal>Der Airbus A380 werde erstmals am Tag des WM-Eröffnungsspiels in München landen. Allerdings bedient sich da der Flughafenchef eines Tricks: Da die ersten Linienflugzeuge drei Monate später ausgeliefert werden, hat er sich von Airbus die Landung eines Testfliegers zusichern lassen. </P><P class=MsoNormal>Mit 12,4 Prozent mehr Passagieren hat sich der neue Terminal 2 einen Großteil des Wachstums sichern können. Doch immerhin acht Prozent mehr sind es im alten Gebäude, das mit neun Millionen mehr Fluggäste hat als Köln-Bonn oder Stuttgart. Auch dieser Bereich wird weiter modernisiert.</P><P class=MsoNormal>Weiterhin fehlt es an der notwendigen Straßenanbindung: Kerkloh vermisst "leistungsfähige Alternativen zur Autobahn". Hier müsse zumindest der Lückenschluss der Bundesstraße zwischen Fischerhäuser und Hallbergmoos beschleunigt fertig gestellt werden, forderte der Airport-Boss. Auch die Flughafen-Autobahn zwischen Feldmoching und Neufahrn müsse sechsspurig ausgebaut werden. </P><P class=MsoNormal>Auch über die Schiene fordert Kerkloh verbesserte Erreichbarkeit vor allem aus dem nord- und südostbayerischen Raum. Keinen Zweifel hat er daran, dass der Transrapid kommt. Der Bund würde seine Gelder nicht zusammenstreichen. Wenn die Pläne wahr werden und 2010 die erste Magnetschwebebahn zum Flughafen fährt, sollen bereits zwischen 37 und 40 Millionen Passagiere im Erdinger Moos starten und landen, München "der attraktivste und effizienteste Drehkreuzflughafen Europas" sein und die FMG trotz aller teuren Investitionen wieder drei Jahre lang schwarze Zahlen schreiben.</P><P class=MsoNormal>Noch ist die Bilanz tiefrot: Trotz der um fünf Prozent gesteigerten Gesamterlöse von 654 Millionen Euro ergibt sich ein vorläufiges Jahresergebnis von 55 Millionen Euro minus. Für Kerkloh ist das allerdings angesichts der gewaltigen Aufbauarbeiten ein "erfreuliches Resultat".</P>

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Bayer sagt Trump Milliardeninvestitionen in den USA zu
Leverkusen/New York - Bayer und Monsanto wollen den künftigen US-Präsidenten Donald Trump mit Investitionen und US-Arbeitsplätzen von ihrer Fusion überzeugen.
Bayer sagt Trump Milliardeninvestitionen in den USA zu
Bis zu 90 Prozent: Deutsche Bank will Boni kürzen
Frankfurt/Main - Die Deutsche Bank könnte Medienberichten zufolge schon bald drastische Einschnitte bei den Boni ihrer Mitarbeiter verkünden.
Bis zu 90 Prozent: Deutsche Bank will Boni kürzen
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
London - Theresa May kündigte am Dienstag den klaren Bruch mit der EU an. In unserer Zeitung erklärt der Präsident des Münchner ifo-Instituts, Clemens Fuest, wie teuer …
Experte erklärt: So teuer kommt uns der Brexit
Großkonzerne wollen Plastik reduzieren
New York - Bis 2050 wird einer Studie zufolge mehr Plastikmüll in den Weltmeeren schwimmen als Fische - wenn nicht schnell gehandelt wird. Genau das tun jetzt 40 große …
Großkonzerne wollen Plastik reduzieren

Kommentare