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Die Finanzminister der G-20-Staaten beraten sich in Busan.

G-20 wollen Banken stärker kontrollieren

Busan/Südkorea - Die Finanzminister der G-20-Staaten unterstützen die Rettungsprogramme für die europäische Wirtschaft.

In einem am Samstag veröffentlichten Kommuniqué erklärten die Minister und ihre Notenbankpräsidenten in Südkorea, sie wollten gemeinsam eine stärkere Kontrolle von Banken und anderen Finanzinstitutionen durchsetzen und die gewaltigen Haushaltsdefizite reduzieren. Die Teilnehmer betonten, es müsse dringend gehandelt werden, um die Märkte zu beruhigen und die weltweite Erholung abzusichern.

Es war erwartet worden, dass Meinungsunterschiede in Einzelfragen der Kontrolle der Finanzmärkte zunächst beiseite geschoben werden, um die Grundzüge eines koordinierten Programms zu erarbeiten, das auf dem G-20-Gipfeltreffen Ende Juni in Toronto verabschiedet werden soll. Teilnehmer des Vorbereitungstreffens in Busan erklärten, zum ersten Mal sei man sich einig, dass die Finanzinstitutionen die Last für jeden Eingriff der Regierungen tragen müssten.

Befürchtungen, Ungarn könne in Europa in ähnliche Schwierigkeiten geraten wie Griechenland, drückten am Freitag den Kurs des Euros zum ersten Mal seit vier Jahren wieder unter die Marke von 1,20 Dollar.

Der “Gruppe der 20“ gehören die USA, Japan, Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Italien, Russland, Kanada, China, Indien, Brasilien, Mexiko, Südafrika, Argentinien, Australien, Indonesien, Saudi-Arabien, Südkorea, die Türkei und die Europäische Union an. Sie repräsentiert zwei Drittel der Weltbevölkerung, rund 85 Prozent der weltweiten Wirtschaftskraft und 80 Prozent des Welthandels.

apn

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