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Brisanter Müll: Betreiber von Atomkraftwerken will Bundesumweltminister Sigmar Gabriel notfalls mit einer Steuer zwingen, dass sie sich an den Sanierungskosten des Atommülllagers Asse beteiligen.

Gabriel droht AKW-Betreibern mit Uran-Steuer

Remlingen - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat von den Atomkraftwerk-Betreibern ultimativ eine Beteiligung an den Sanierungskosten des Atommülllagers Asse verlangt.

"Bei einer Weigerung, sich an den Milliarden-Beträgen zu beteiligen, muss der Staat über eine Steuer auf Kernbrennstoffe für eine Mitfinanzierung sorgen", sagte der SPD-Politiker am Freitag im Asse-Infozentrum im Remlingen. Die Steuer auf die aus Uran bestehenden Brennelemente wolle man bei einer Weigerung nach der Bundestagwahl einführen.

Nach Angaben des Bundesumweltministers wird die Sanierung des maroden Atommülllagers bei Wolfenbüttel ähnlich hohe Kosten wie Sicherungsmaßnahmen im Atom-Endlager Morsleben bei Helmstedt verursachen. Die Stilllegung des ebenfalls maroden Bergwerks in Morsleben werde etwa zwei Milliarden Euro kosten. Für die Sanierung des ehemaligen Salzbergwerks Asse seien bislang 850 Millionen Euro veranschlagt. Wahrscheinlich würden die Kosten des Bergwerkes Asse aber “in der Größenordnung von Morsleben liegen“, sagte Gabriel.

ap

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