+
Brisanter Müll: Betreiber von Atomkraftwerken will Bundesumweltminister Sigmar Gabriel notfalls mit einer Steuer zwingen, dass sie sich an den Sanierungskosten des Atommülllagers Asse beteiligen.

Gabriel droht AKW-Betreibern mit Uran-Steuer

Remlingen - Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat von den Atomkraftwerk-Betreibern ultimativ eine Beteiligung an den Sanierungskosten des Atommülllagers Asse verlangt.

"Bei einer Weigerung, sich an den Milliarden-Beträgen zu beteiligen, muss der Staat über eine Steuer auf Kernbrennstoffe für eine Mitfinanzierung sorgen", sagte der SPD-Politiker am Freitag im Asse-Infozentrum im Remlingen. Die Steuer auf die aus Uran bestehenden Brennelemente wolle man bei einer Weigerung nach der Bundestagwahl einführen.

Nach Angaben des Bundesumweltministers wird die Sanierung des maroden Atommülllagers bei Wolfenbüttel ähnlich hohe Kosten wie Sicherungsmaßnahmen im Atom-Endlager Morsleben bei Helmstedt verursachen. Die Stilllegung des ebenfalls maroden Bergwerks in Morsleben werde etwa zwei Milliarden Euro kosten. Für die Sanierung des ehemaligen Salzbergwerks Asse seien bislang 850 Millionen Euro veranschlagt. Wahrscheinlich würden die Kosten des Bergwerkes Asse aber “in der Größenordnung von Morsleben liegen“, sagte Gabriel.

ap

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

T-Systems streicht weltweit 10.000 Stellen
Bonn (dpa) - Die schwächelnde Telekom-Großkundentochter T-Systems will bis 2020 rund 6000 Stellen allein in Deutschland streichen - weltweit sollen es 10.000 sein. Der …
T-Systems streicht weltweit 10.000 Stellen
Großkontrollen zum Dieselfahrverbot
Autofahrer, die in Hamburg gegen die bundesweit ersten Dieselfahrverbote verstoßen, werden zur Kasse gebeten. Die Kontrollen sind allerdings aufwendig.
Großkontrollen zum Dieselfahrverbot
Länder uneins über Verteilung der VW-Milliarde
Wegen des Dieselskandals hat VW eine Milliarde Euro Geldbuße gezahlt, die nun ausschließlich dem Land Niedersachsen zufließt. Das finden nicht alle Länder richtig, …
Länder uneins über Verteilung der VW-Milliarde
BER-Zeitplan gerät weiter unter Druck
Der Zeitplan zur Eröffnung des neuen Hauptstadtflughafens BER im Oktober 2020 gerät weiter unter Druck.
BER-Zeitplan gerät weiter unter Druck

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.