Gabriel sieht große Exportchancen für Wassertechnologie

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel (SPD) hat mehr internationales Engagement zur Lösung der weltweiten Trinkwasserprobleme angemahnt. Deutschen Unternehmen mit der entsprechenden Technologie böten sich "riesige Chancen" beim Export, sagte Gabriel bei der Eröffnung der 15. Internationalen Fachmesse für Wasser, Abwasser, Abfall und Recycling (IFAT 2008) in München.

Nach Expertenschätzungen werde sich der globale Umsatz zur  Wasserversorgung und Abwasserentsorgung bis zum Jahr 2020 auf rund 500 Milliarden Euro verdoppeln. Nach den UN-Vorgaben solle bis 2015 die weltweite Zahl der Menschen ohne Zugang zu sauberem Wasser und zu ausreichender sanitärer Versorgung halbiert werden. Um dieses Ziel zu erreichen, müssten jährlich mehr als 80 Millionen Menschen Zugang zu sauberem Trinkwasser erhalten.

Dies unterstreiche die Bedeutung des Wassersektors als internationaler Zukunftsmarkt. Mit mehreren Ministerien beteilige sich die Bundesregierung an der Gemeinschaftsinitiative German Water Partnership. Die Initiative, der sich rund 130 Unternehmen und Forschungseinrichtungen der Wasserwirtschaft  angeschlossen hätten, solle deren Kompetenzen international besser vermarkten. Man wolle versuchen, eine ähnliche Plattform im Bereich der Abfallwirtschaft zu organisieren.

Die IFAT, die alle drei Jahre stattfindet, ist nach Angaben der Messe München GmbH die weltweit wichtigste Messe für Umwelt und Entsorgung. Auf der diesjährigen Schau, die bis diesen Freitag (9. Mai) dauert, zeigen rund 2500 Aussteller aus 42 Ländern neue Entwicklungen in Wassertechnologie, Umweltschutz und Entsorgung. Mit Blick auf den Klimawandel wurde das Themenspektrum erstmals um den Bereich Küsten- und Hochwasserschutz erweitert. Zu den weiteren Schwerpunkten gehören die Gewinnung von Biogas aus der Abfallverwertung, Technologien zur Luftreinhaltung sowie zur Sanierung von Abwasserkanälen.

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