Wiesn-Ticker: Fahrgeschäft wegen Störung außer Betrieb - und es ist ausgerechnet dieses

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Gallois: EADS/Airbus entscheidet noch im November über A350

- Toulouse - Airbus und sein Mutterkonzern EADS werden noch im November über den Bau des Langstreckenflugzeugs Airbus A350 entscheiden. Das sagte Airbus-Chef Louis Gallois bei einem Treffen mit Zulieferfirmen in Toulouse. Der A350 soll gegen Boeings 787 Dreamliner antreten.

Das Programm wird Investitionen von neun bis zehn Milliarden Euro erfordern. "Wir werden den A350 nicht ohne Power8 starten, denn wir können kein Programm beginnen, wenn wir nicht sicher sind, wettbewerbsfähig zu sein", sagte Gallois. Das Sanierungsprogramm Power8 umfasst unter anderem eine Senkung der Kosten und Entwicklungszeiten. Mit Beginn des A350-Programms sieht es auch eine Reform der industriellen Organisation und Aufgabenverteilung auf die Werke vor.

Frankreichs Premierminister Dominique de Villepin kündigte in Toulouse an, Paris werde der Flugzeugbauindustrie wegen der Airbus-Krise in den kommenden zwei Jahren mit 145 Millionen Euro unter die Arme greifen. Airbus und seine Zulieferer durchliefen eine schwierige Zeit, sagte er: "Ich bin der Überzeugung, dass wir diese Probleme überwinden können."

Unter anderem erhalten die mittelständischen Airbus-Lieferanten rückzahlbare Finanzhilfen von jeweils 40 Millionen Euro in den kommenden beiden Jahren. Diese Beträge könnten mit Hilfe der Regionen verdoppelt werden, sagte Villepin.

Airbus will einem Pressebericht zufolge gut ein Viertel der Entwicklungskosten für den neuen Langstreckenjet auslagern. Um die auf bis zu 10 Milliarden Euro geschätzten Kosten zu drücken, könnte Airbus bis zu 2,7 Milliarden Euro an andere Anbieter vergeben, schreibt die "Financial Times" unter Berufung auf Airbus-Verantwortliche.

Im Mittelpunkt der Überlegungen stehe dabei vor allem der Flugzeugrumpf, hieß es. Hier könnte rund die Hälfte der Entwicklungsarbeit statt wie bisher nur 30 Prozent ausgelagert werden. Insgesamt macht dieser Teil des Flugzeugs etwa 60 Prozent der Entwicklungskosten aus.

Nach Kritik an den ersten Entwürfen hatte sich Airbus zu einer fast völligen Neuentwicklung entschlossen. Die A350XWB (Extra Wide Body) mit Platz für 270 bis 350 Passagiere hat nun einen breiteren Rumpf. Das Projekt ist wegen der Probleme und hoher Kosten beim Großraumairbus A380 aber gefährdet.

Der britische Billigflieger easyJet kauft bei Airbus 52 Flugzeuge des Typs A319. Damit übt easyJet eine bestehende Option aus. Die Flugzeuge sollen zwischen 2008 und 2010 ausgeliefert werden. Allerdings müssen die easyJet-Aktionäre der Entscheidung noch zustimmen. Mit diesem Auftrag hätte Airbus Bestellungen von easyJet im Wert von mehr als vier Milliarden Dollar in den Auftragsbüchern. Außerdem sicherte sich das Unternehmen Optionen für 75 Airbus-Flugzeuge des Typs A320. Damit hat easyJet Optionen auf 123 Airbus- Maschinen.

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