Garantiezins sinkt früher als erwartet

- Wer im kommenden Jahr eine Lebensversicherung abschließt, muss sich auf einen geringeren Garantiezins einstellen. Nachdem Vertreter der Versicherungswirtschaft gegenüber unserer Zeitung diese Erwartung geäußert hatten, wurde dies nun auch vom Bundesfinanzministerium bestätigt. Es will den maximal zulässigen Garantiezins für Lebensversicherungspolicen, die ab Januar 2004 abgeschlossen werden, von derzeit 3,25 Prozent auf 2,75 Prozent herabsetzen, wie "Handelsblatt" und "Capital" berichteten.

<P>Das Ministerium muss den Höchst-Rechnungszins grundsätzlich dann herabsetzen, wenn er mehr als 60 Prozent des langjährigen Durchschnitts der zehnjährigen Bundesanleihen beträgt. Allerdings kommt die Anpassung früher als von der Versicherungswirtschaft erwartet und erwünscht. </P><P>Auf die schnellere Anpassung des garantierten Rechnungszinses der Lebensversicherung an das gesunkene Kapitalmarktniveau hat offenbar die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) gedrängt. Bestehende Policen bleiben unbehelligt. Alle ab 2004 neuen Policen, bei denen ein Sparvorgang mit garantierter Verzinsung einkalkuliert ist, sind jedoch von der Absenkung betroffen. Zuletzt wurde die Mindestverzinsung Mitte 2000 von vier auf 3,25 Prozent gesenkt. </P><P>Ein 30-jähriger Mann mit einem 30-Jahres-Vertrag und 100 Euro Monatsbeitrag würde nach der neuerlichen Kürzung etwa 7 % weniger an garantierter Leistung erhalten. Die tatsächliche Auszahlung bei Vertragsende dürfte von der Senkung nur in Ausnahmefällen berührt werden, denn die Unternehmen gleichen die Einbußen bei den Garantien in der Regel mit einer erhöhten Überschussbeteiligung aus. <BR><BR></P>

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