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Gaspreise: Tariferhöhungen von bis zu 452 Prozent - Diese Versorger langen am stärksten zu

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Von: Patricia Huber

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Millionen Gas-Kunden in Deutschland droht eine satte Preiserhöhung durch ihre Versorger. Aber wer dreht am stärksten an der Preisschraube? Eine Übersicht.

München – Auf dem Gas-Markt ist derzeit keine Entspannung in Sicht - im Gegenteil. Befeuert durch den neuerlichen Lieferstopp von russischem Gas durch Nord Stream 1 ziehen die Preise erneut drastisch an. Jetzt reagieren auch immer mehr Versorger und drehen kräftig an der Preisschraube.

Gaspreis: 3,6 Millionen Haushalten droht eine Erhöhung

Rund 3,6 Millionen Haushalte sind von der jüngsten Preiserhöhungsrunde betroffen, berichtet das Vergleichsportal Check24 am Montag auf Anfrage von Merkur.de. Danach müssen private Verbraucher im Schnitt gut 70 Prozent mehr für Gas bezahlen als bisher – im Durchschnitt also zusätzlich etwa 1.289 Euro pro Jahr. Doch für viele Haushalte wird es sogar noch teurer.

Am schwersten trifft es die Kunden der Stadtwerke Vilshofen. Sie müssen seit Juli 451,7 Prozent mehr bezahlen. Bei einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden (kWh) sind das ganze 7.186 Euro mehr pro Jahr. In der folgenden Tabelle finden Sie die Versorger, die ihre Preise um mindestens 200 Prozent erhöht haben.

Diese Versorger erhöhen die Gaspreise am stärksten

Gaspreis-Erhöhung: Knapp 1000 Versorger verlangen künftig mehr

Den Daten von Check24 zufolge haben jedoch nicht nur diese 28 Versorger ihre Preise angepasst. Insgesamt wurden in 1038 Fällen die Preise für Gas angepasst. Das Schlusslicht in der Preiserhöhungs-Liste bilden die Stadtwerke Bretten aus Baden-Württemberg. Hier kommen Kunden mit einer vergleichsweise kleinen Erhöhung von 5,3 Prozent davon. Auf das Jahr gerechnet macht das hundert Euro mehr.

Anmerkung der Redaktion

In einer früheren Version dieses Beitrags befanden sich leider fehlerhafte Daten. Dafür bitten wir unsere Leserinnen und Leser um Entschuldigung. Wir haben die entsprechenden Werte inzwischen korrigiert.

So viel Glück haben jedoch bei weitem nicht alle. Und hierbei darf auch nicht vergessen werden, dass die Gas-Umlage noch zu den gestiegenen Preisen hinzukommt. Zwar soll die Mehrwertsteuer auf Gas den Ampel-Plänen zufolge von 19 auf sieben Prozent abgesenkt werden, aber bei einer Preiserhöhung von über 150 Prozent dürfte das nur ein Tropfen auf den heißen Stein sein. (ph)

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