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Die Erdgas exportierenden Förderstaaten wollen ein ständiges Gremium, eine Art Gas-OPEC , ins Leben rufen (Symbolbild).

"Gas-OPEC" zunächst gescheitert

Berlin - Die Bestrebungen vor allem Russlands zur Gründung eines Gaskartells nach dem Vorbild der OPEC stoßen weiter auf Schwierigkeiten.

Ein Sprecher des russischen Erdgasmonopolisten Gazprom sagte der Tageszeitung "Die Welt" (Samstag), das für Mitte November in Moskau geplante Treffen der Erdgas exportierenden Förderstaaten, das "Gas Exporting Countries Forum", werde auf nächstes Jahr verschoben. Diese Entscheidung werde von allen getragen, sagte Gazprom-Sprecher Sergei Kuprianow der Zeitung.

In Moskau sollte den Informationen zufolge formal ein ständiges Gremium, eine Art Gas-OPEC, ins Leben gerufen werden. Seit Jahren ist eine derartige Organisation ähnlich der Organisation erdölexportierenden Länder (OPEC) in der Diskussion. Die EU befürchtet, ein solches Kartell, das Preise und Liefermengen abspricht, könnte die Verbraucher benachteiligen.

Als Grund für die Absage nannte Kuprianow, dass sich die Teilnehmerstaaten erst einmal über gemeinsame Positionen beim Erdgasexport klar werden müssten. Er rechnete damit, dass das Treffen, das für den 17. und 18. November geplant war, in sechs Wochen nachgeholt werden könnte. Einer der Streitpunkte ist offenbar, wo das Hauptquartier der neuen Organisation sein soll. Als Favoriten gelten Moskau und Doha.

Das Forum der Erdgas exportierenden Länder wurde 2001 in Teheran ins Leben gerufen. Zuletzt tagte das Forum im April 2007 in Katars Hauptstadt Doha. In dem Forum haben sich die weltweit größten Erdgasförderer wie Russland, Iran, Katar, Algerien, Venezuela, Nigeria, Ägypten, Indonesien und Libyen - insgesamt sind es 14 Staaten, zusammengeschlossen. Sie wollen über gemeinsame Strategien bei der Förderung und Vermarktung von Erdgas beraten.

dpa

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