Gaspreis: Kartellamt kämpft

- Düsseldorf - Das Bundeskartellamt will mehr Wettbewerb auf Deutschlands Gasmarkt erzwingen. In einem Musterverfahren drohten die Wettbewerbshüter Deutschlands größtem Gasversorger Eon Ruhrgas für das nächste Jahr eine Untersagung der langfristigen Lieferverträge mit Stadtwerken an. Das Unternehmen hat nun einen Monat Zeit für eine Stellungnahme.

Ziel der Wettbewerbshüter ist es, die umfassenden Versorgungsverträge zu Fall zu bringen, mit denen die 15 deutschen Gasimporteure hunderte von Stadtwerken und Regionalversorgern auf bis zu 25 Jahre an sich gebunden haben. Das Kartellamt hofft dadurch, neuen Wettbewerbern den Zutritt zum deutschen Markt zu ermöglichen und den Preiswettbewerb anzuheizen.

"Die in den Gaslieferverträgen von Eon Ruhrgas enthaltenen Vereinbarungen mit Weiterverteilern verstoßen in ihrer Kombination von langfristigen Bezugsverpflichtungen und hohem Grad an tatsächlicher Bedarfsdeckung gegen europäisches und deutsches Kartellrecht", betonte Kartellamtspräsident Ulf Böge.

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