Gaspreis: Kartellamt kämpft

- Düsseldorf - Das Bundeskartellamt will mehr Wettbewerb auf Deutschlands Gasmarkt erzwingen. In einem Musterverfahren drohten die Wettbewerbshüter Deutschlands größtem Gasversorger Eon Ruhrgas für das nächste Jahr eine Untersagung der langfristigen Lieferverträge mit Stadtwerken an. Das Unternehmen hat nun einen Monat Zeit für eine Stellungnahme.

Ziel der Wettbewerbshüter ist es, die umfassenden Versorgungsverträge zu Fall zu bringen, mit denen die 15 deutschen Gasimporteure hunderte von Stadtwerken und Regionalversorgern auf bis zu 25 Jahre an sich gebunden haben. Das Kartellamt hofft dadurch, neuen Wettbewerbern den Zutritt zum deutschen Markt zu ermöglichen und den Preiswettbewerb anzuheizen.

"Die in den Gaslieferverträgen von Eon Ruhrgas enthaltenen Vereinbarungen mit Weiterverteilern verstoßen in ihrer Kombination von langfristigen Bezugsverpflichtungen und hohem Grad an tatsächlicher Bedarfsdeckung gegen europäisches und deutsches Kartellrecht", betonte Kartellamtspräsident Ulf Böge.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Wachstum mit Mietsoftware verhilft SAP zu deutlichem Plus
Mit dem Umbau seines Geschäftsmodells hin zu mehr Mietsoftware wollte der Softwarekonzern SAP unabhängiger von den schwankenden Lizenzeinnahmen werden. Der Plan scheint …
Wachstum mit Mietsoftware verhilft SAP zu deutlichem Plus
Australien und Japan wollen TTP retten
Sydney - Nach dem Ausstieg der USA aus dem Transpazifischen Freihandelsabkommen TPP will Australien in die Bresche springen, um das Abkommen zu retten. Auch Japan hofft …
Australien und Japan wollen TTP retten
Yahoo-Übernahme durch Verizon verzögert sich
New York - Für das kriselnde Online-Urgestein Yahoo reißen die schlechten Nachrichten nicht ab. Der Verkauf an Verizon ist noch immer nicht in trockenen Tüchern.
Yahoo-Übernahme durch Verizon verzögert sich
Trump: Steuern senken und Firmenumzüge nach Mexiko bestrafen
Der neue US-Präsident stellt den Freihandel in Nordamerika in Frage und will Importe aus Mexiko mit Strafzöllen belegen. Das Nachbarland legt sich schon einmal seine …
Trump: Steuern senken und Firmenumzüge nach Mexiko bestrafen

Kommentare