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Gas-Spitzentreffen: EU macht Druck auf Russland und Ukraine

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Prag - Angesichts des Stopps russischer Gaslieferungen über die Ukraine nach Europa drängt die EU die Teilnehmer des Gas- Spitzentreffens in Brüssel zu einer raschen Lösung.

“Ich hoffe, dass beide Seiten die Signale aus der Europäischen Union wahrgenommen haben“, sagte Außen-Staatssekretär Günter Gloser am Rande eines Treffens der EU-Außenminister am Donnerstag in Prag. “Der Druck ist vorhanden und es ist beiden Seiten deutlich gemacht worden, dass wir zu einer Einigung kommen müssen.“ In Brüssel wollten sich die Chefs von Gazprom und des ukrainischen Gasriesen Naftogas mit dem EU-Energiekommissar Andris Piebalgs und dem tschechischen Energieminister Martin Riman treffen.

Der amtierende EU-Ratsvorsitzende, Tschechiens Europaminister Alexandr Vondra, zeigte sich zuversichtlich, dass es zu einem baldigen Ende des Lieferstopps kommen könne. “Wir haben Grund zur Hoffnung, dass wir eine schnelle Lösung für das drängendste Problem bekommen, nämlich die Wiederaufnahme der Gaslieferungen.“

Russland liefert wegen eines Schulden- und Preisstreits mit der Ukraine kein Gas mehr an das Nachbarland. Davon sind viele EU-Staaten massiv betroffen, da 80 Prozent des russischen Gases für die Gemeinschaft durch die Ukraine fließen.

Gloser zeigte sich zuversichtlich, dass es eine Einigung geben könne. Es gebe “gute Zeichen für die Gespräche“ sowie für den EU-Vorschlag, eine internationale Beobachtergruppe zuzulassen. Die Kontrolleure sollen an den Grenzübergängen die jeweilige Menge des transportierten Gas prüfen.

dpa

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