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Der Umsatz in der Gastronomie stieg binnen Jahresfrist real um 3,7 Prozent und nominal um 6,0 Prozent. Foto: Jens Büttner

Trendwende

September rettet Gastgewerbe das Sommergeschäft

Nach der Flaute im August haben Hoteliers und Wirte wieder bessere Geschäfte gemacht. Die Branche profitiert von der Konsumlust der Verbraucher.

Wiesbaden (dpa) - Der sonnige September hat die Geschäfte von Wirten und Hoteliers nach mauen Vormonaten beflügelt. Die Umsätze im Gastgewerbe lagenlaut Statistischem Bundesamt sowohl preisbereinigt (real) mit plus 3,6 Prozent als auch nominal mit plus 6,0 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.

Das waren nach Angaben der Wiesbadener Behörde die höchsten Steigerungsraten seit April. Im August hatte die Branche trotz Ferien noch mit Umsatzeinbußen zu kämpfen. Ein Grund könnte das durchwachsene Wetter gewesen sein, das vor allem Biergärten und andere Außengastronomie belastete.

Der September brachte dann die Trendwende: Beherbergungsbetriebe erzielten real 3,3 Prozent und nominal 5,7 Prozent höhere Erlöse als im September des Vorjahres. Der Umsatz in der Gastronomie stieg binnen Jahresfrist real um 3,7 Prozent und nominal um 6,0 Prozent.

Die Mehrheit der Wirte beurteilt das Sommergeschäft trotz des eher durchwachsenen Wetters einer Dehoga-Konjunkturumfrage grundsätzlich positiv, allerdings etwas weniger gut als im Vorjahr. Besser gestimmt als 2015 ist dagegen die Hotellerie.

Insgesamt zieht das Gastgewerbe ein positives Fazit. "Die gute Arbeitsmarktlage, niedrige Zinsen und Preissteigerungsraten sorgen dafür, dass vor allem der private Konsum in Deutschland weiterhin eine wichtige konjunkturelle Stütze bleibt. Davon kann unmittelbar das Gastgewerbe profitieren", sagte Ernst Fischer, Präsident des Branchenverbandes Dehoga laut Mitteilung.

Von Januar bis September setzte das Gastgewerbe 3,3 Prozent mehr um (real 1,2 Prozent). Für das Gesamtjahr hatte der Branchenverband Dehoga zuletzt ein Plus von 2,5 Prozent vorausgesagt. Das Statistische Bundesamt erfasst Unternehmen des Gastgewerbes mit mindestens 150 000 Euro Jahresumsatz.

Bundesamt zu Gastgewerbe 09/2016

Dehoga-Konjunturumfrage

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