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2014 war ein gutes Jahr für Hotels und Gaststätten in Deutschland. Foto: Bernd Wüstneck

Bericht des Statistischen Bundesamts

Gastgewerbe steigert Umsatz und klagt über Bürokratie

Wiesbaden - Hotels und Gaststätten haben im vergangenen Jahr in Deutschland höhere Umsätze erzielt als 2013. Die Betriebe hatten rund 3,2 Prozent mehr Geld in den Kassen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden berichtete.

In Kneipen und Hotels brummte im vergangenen Jahr das Geschäft. Doch die Branche jammert über zusätzlichen Bürokratie-Aufwand. Auch der Mindestlohn mache den Betrieben zu schaffen.

Trotz steigender Umsätze klagt das deutsche Gastgewerbe über aktuelle Belastungen. „Ob Arbeitszeitdokumentation oder Allergenkennzeichnung - 2015 geht schon jetzt als Bürokratiejahr in die Branchen-Geschichtsbücher ein“, erklärte der Präsident des Verbandes Dehoga, Ernst Fischer, am Dienstag in einer Reaktion auf die jüngsten Branchenzahlen des Statistischen Bundesamtes.

Nach der Auswertung haben die Hotels und Gaststätten im vergangenen Jahr in Deutschland höhere Umsätze erzielt als 2013. Die Betriebe hatten rund 3,2 Prozent mehr Geld in den Kassen. Preisbereinigt blieb den Hotels und Gaststätten noch 1,0 Prozent mehr Erlös. Das war der höchste Zuwachs seit 2011 (real +2,3 Prozent, nominal + 3,9 Prozent). Besonders große Steigerungen gab es 2014 bei den Caterern, deren Umsätze nominal um 5,2 Prozent kletterten.

Als Gründe für den Aufschwung im vergangenen Jahr nannte der Verband Dehoga die gute Konsumlaune im Inland sowie den starken Zuspruch durch Gäste aus dem Ausland, die das gute Preis-Leistungs-Verhältnis zu schätzen wüssten.

Für 2015 erwartet Präsident Fischer nur einen schwächeren nominalen Umsatzzuwachs von 1,5 Prozent. „Sorge und Unmut in den Betrieben sind spürbar. Mehr Bürokratie und höherer Kostendruck lassen sinkende Gewinne erwarten.“ Es zeigten sich auch erste negative Auswirkungen des zum Jahresbeginn eingeführten gesetzlichen Mindestlohns: Eingeschränkte Öffnungszeiten, eingesparte Arbeitsplätze und höhere Preise. „Unsere Hoffnung kann nur sein, dass die große Mehrheit der Deutschen, die den Mindestlohn befürwortet, auch bereit ist, für gute Produkte und Dienstleistungen gute Preise zu zahlen“, erklärte Fischer.

dpa

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