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Gasumlage: Warum Verbraucher jetzt unbedingt auf ihre Rechnung achten sollten

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Von: Lisa Mayerhofer

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Die umstrittene Gasumlage kommt doch nicht, stattdessen soll es einen Gaspreisdeckel geben. Doch viele Gas-Anbieter hatten die Preise wegen der Umlage bereits angehoben.

Berlin – Die Ampelkoalition hatte am Donnerstag einen neuen „Abwehrschirm“ von bis zu 200 Milliarden Euro angekündigt, um Verbraucher und Unternehmen wegen der steigenden Energiepreise zu stützen. Die umstrittene Gasumlage ist vom Tisch – dafür soll es eine Gaspreisbremse geben.

Gasumlage: Zweifel an rechtlicher Zulässigkeit

Das neue Vorhaben der Regierung: Mindestens für einen Teil des Verbrauchs sollen die Preise so gedeckelt werden, dass private Haushalte und Firmen nicht überfordert sind. Was das genau bedeutet, ist aber noch offen. Eine Kommission soll bis Mitte Oktober Vorschläge machen.

Die nun gekippte Gasumlage sollte eigentlich ab Oktober von Privathaushalten und Unternehmen gezahlt werden. Der Aufschlag soll Energieunternehmen stützen, die wegen des Lieferstopps für russisches Gas inzwischen zu horrenden Preisen Ersatz heranschaffen müssen. Seit der Verstaatlichung des Uniper-Konzerns vergangene Woche gab es bereits Zweifel, ob die Erhebung der Umlage überhaupt noch verfassungsrechtlich zulässig ist.

Wegfall der Gasumlage: Was bedeutet das für Verbraucher?

Doch was heißt das konkret für Verbraucher? Es empfiehlt sich auf alle Fälle, die Gasrechnung genau zu prüfen. Das gilt vor allem, wenn die Gas-Anbieter vor kurzem Preise erhöht und dies mit der Gasumlage begründet haben.

Denn diese Preiserhöhung ist jetzt ungültig, weil sie eine Gasumlage enthält, die nicht mehr gültig ist. Wer davon betroffen ist, sollte sofort Widerspruch einlegen und eine Neuberechnung fordern. Die Anbieter müssen nun überdies ihre Tarife noch einmal anpassen und ihre Kunden darüber informieren. (lma/AFP/dpa)

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