RWE und Gazprom: Partnerschaft

Essen - Die Energiekonzerne RWE und Gazprom wollen bei der Stromerzeugung aus Steinkohle und Gas in Mitteleuropa künftig zusammenarbeiten.

Eine entsprechende Grundsatzerklärung sei am Donnerstag in Rom von den Vorstandschefs Jürgen Großmann und Alexej Miller unterzeichnet worden, teilte die RWE AG in Essen mit. Das sogenannte Memorandum of Understanding sehe Verhandlungen vor, wie bestehende oder neu zu errichtende Steinkohle- und Gaskraftwerke in Deutschland, Großbritannien und den Beneluxländern in ein gemeinsames Unternehmen eingebracht werden können. RWE ist seit dem Beschluss der Politik zum vorgezogenen Atomausstieg in Deutschland gezwungen, den Konzern umzubauen.

Miller sagte laut Mitteilung: “Angesichts der jüngsten Entscheidung der Deutschen Regierung zum Ausstieg aus der Kernenergie sehen wir gute Chancen für den Bau neuer moderner Gaskraftwerke in Deutschland.“ Das Memorandum erteile RWE das Recht, drei Monaten lang exklusiv mit Gazprom über die Umsetzung von Energieprojekten in Deutschland, Großbritannien und den Beneluxländern zu verhandeln. “Wenn dieses Memorandum of Understanding umgesetzt wird, kann es eine sichere und wettbewerbsfähige Gasversorgung für RWE garantieren“, sagte Großmann. Außerdem könne es die Basis für Partnerschaften bei Kohle-und Gaskraftwerken in und außerhalb Deutschlands werden.

dpa

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