Gazprom steigt groß bei Kohle ein

Milliarden-Kauf: - Moskau - Der russische Gasförderer Gazprom will durch den Einstieg ins Kohlegeschäft zu einem großen Stromproduzenten im Land aufsteigen. Dazu übernehme der staatlich kontrollierte Gaskonzern die große Sibirische Kohle- und Kraftwerks-Gesellschaft SUEK, berichteten russische Medien. Gazprom bringe seinen Anteil von 11,6 Prozent am größten Stromversorger EES Rossii in das neue Unternehmen ein.

Das Joint Venture zwischen SUEK und Gazprom werde ein Drittel des russischen Marktes für Kraftwerkskohle sowie Stromerzeugungs-Kapazitäten im Wert von 4 Milliarden Dollar (3,1 Mrd. Euro) kontrollieren. Gazprom-Vorstand Alexej Miller und SUEK-Präsident Wladimir Raschewski hätten bereits ein Absichtsprotokoll unterzeichnet.

Gazprom werde den Angaben zufolge eine Mehrheit von 50 Prozent plus eine Aktie an dem Gemeinschaftsunternehmen halten, die bisherigen SUEK-Besitzer einen Minderheitsanteil. Ziel sei die Umstellung eines Teils der mit Gas betriebenen Kraftwerke auf Kohle, schrieb die Wirtschaftszeitung "Wedomosti". Das eingesparte Gas werde exportiert. Nach Analystenschätzung beträgt der Börsenwert von SUEK derzeit fünf bis sieben Milliarden Dollar.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Zähes Ringen um letztes Hilfspaket für Griechenland
Es sind Griechenland-Rettungsverhandlungen - doch die Finanzminister gehen geradezu in Hochstimmung in die Eurogruppe. Aber dann zieht sich die Sache doch wieder in die …
Zähes Ringen um letztes Hilfspaket für Griechenland
Schock für Primark! Neue Studie enthüllt vernichtendes Detail über Modekette
Schock für den Mode-Riesen Primark! Eine Große Studie einer Mediengruppe aus Frankfurt enthüllt ein vernichtendes Detail über Modekette. Alle Infos hier. 
Schock für Primark! Neue Studie enthüllt vernichtendes Detail über Modekette
Angeblicher Tesla-Saboteur bezeichnet sich als Whistleblower
Tesla hat einen ehemaligen Mitarbeiter verklagt, der dem Konzern angeblich "mutwillig und arglistig" Schaden zufügen wollte. Nun setzt sich der Mann zur Wehr - er sei …
Angeblicher Tesla-Saboteur bezeichnet sich als Whistleblower
BER-Chef sieht noch Zeitreserven bis zur Eröffnung 2020
Noch immer werden im Terminal Kabel neu gezogen, Rohre erneuert, Brandmelder geprüft und Steuerungen programmiert. Der Chef erläutert den Zeitplan - in einem Punkt aber …
BER-Chef sieht noch Zeitreserven bis zur Eröffnung 2020

Kommentare

Ab dem 25.5.2018 gilt die Datenschutzgrundverordnung. Dazu haben wir unser Kommentarsystem geändert. Um kommentieren zu können, müssen Sie sich bei unserem Dienstleister DISQUS anmelden. Sollten Sie zuvor bereits ein Profil bei DISQUS angelegt haben, können Sie dieses weiter verwenden. Nutzer, die sich über den alten Portal-Login angemeldet haben, müssen sich bitte einmalig direkt bei DISQUS neu anmelden.