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Gazprom will am Freitag Lieferungen über Ukraine wieder aufnehmen

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Gazprom-Chef Alexej Miller
Gazprom-Chef Alexej Miller ist als Manager des größten Gaskonzerns der Welt der russischen Führung treu ergeben. Der 46-Jährige gilt als Gefolgsmann von Regierungschef Putin, der laut Experten im Gasstreit mit der Ukraine die Fäden zieht. © dpa

Moskau - Russland will noch am Freitag seine Gaslieferungen über die Ukraine nach Westen wieder aufnehmen. Das teilte der Chef des russischen Staatsmonopolisten Gazprom, Alexej Miller, der Agentur Interfax zufolge nach einem Gespräch mit Kremlchef Dmitri Medwedew in Sotschi mit.

Allerdings habe es bei den Verhandlungen mit der Ukraine zur Beilegung des Gasstreits bisher keine Fortschritte gegeben.

Voraussetzung für die Wiederaufnahme der Lieferungen sei die Unterzeichnung eines Vertrags über die Arbeit der internationalen Kontrollmission zur Überwachung des Transits durch die Ukraine. Der Streit über die Zusammensetzung der Beobachtergruppe war zuvor nach EU-Angaben beigelegt worden. Demnach setzte sich Russland mit seiner Forderung durch, eigene Experten in die Ukraine zu entsenden. Die noch am Freitag in der Ukraine erwarteten Gasexperten sollten sicherstellen, dass Kiew den reibungslosen Transit gewährleistet.

Russland sei an einer raschen Wiederaufnahme des bisherigen Lieferumfangs interessiert, betonte Präsident Medwedew in Sotschi. Gazprom hatte mitgeteilt, dass es nach Wiederaufdrehen des Gashahns einige Zeit dauern werde, bis die Leitungen wieder voll gefüllt seien und das Gas bei den Kunden in der EU ankomme.

dpa

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