GDL: Streiks ab Montag trotz gerichtlichem Vorgehen der Bahn

Berlin/Frankfurt - Die Lokführer werden trotz des gerichtlichen Vorgehens der Bahn von Montag an streiken. "Die Streiks werden wie geplant beginnen", sagte der Vizevorsitzende der Lokführergewerkschaft GDL, Claus Weselsky, am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Frankfurt. Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) will ab Montag, 0.00 Uhr, den Personen- und Güterverkehr der Bahn bundesweit bestreiken.

Die Deutsche Bahn will den Arbeitskampf gerichtlich verhindern und reichte am Freitag beim Arbeitsgericht Frankfurt einen Antrag auf Einstweilige Verfügung ein, wie Gerichtspräsident Jürgen Schuldt auf Anfrage sagte. Darüber soll am Montag um 10.00 Uhr verhandelt werden.

Weselsky betont, die Gewerkschaft werde ihren Arbeitskampf nicht während der Gerichtsverhandlung unterbrechen. Erst wenn das Arbeitsgericht "eine rechtsverbindliche Entscheidung" gegen die Streiks gefällt habe, werde die GDL sich daran halten.

Der Konzern bestätigte das juristische Vorgehen. Nachdem die Gespräche der drei Gewerkschaften gescheitert seien, sehe man keine andere Möglichkeit, die Streiks noch abzuwenden. "Im Interesse unserer Kunden müssen wir auch dieses letzte Mittel ausschöpfen", sagte Personalvorstand Margret Suckale.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Testphase: Jetzt lässt ALDI SÜD die Kunden an Milchtüte riechen
ALDI SÜD macht sich stark gegen Lebensmittelverschwendung. Mit einem Label klärt der Discounter über das Mindesthaltbarkeitsdatum auf - Und fordert von Kunden, an der …
Testphase: Jetzt lässt ALDI SÜD die Kunden an Milchtüte riechen
Daimlers Elektro-Lastwagen soll 2021 in Serie gehen
Kleine Laster hat Daimler in der Elektrovariante schon im Angebot, nun soll die nächstgrößere Variante folgen. Die Zeit für den elektrischen 40-Tonner sieht der …
Daimlers Elektro-Lastwagen soll 2021 in Serie gehen
Neuer Konzernchef verordnet Deutscher Börse Neuanfang
Theodor Weimer will die Vergangenheit schnell abhaken: 2017 sei ein schwieriges Jahr für die Deutsche Börse gewesen - doch in der Bilanz des Jahres stecke "kein Weimer …
Neuer Konzernchef verordnet Deutscher Börse Neuanfang
Mehr Geld für 120.000 VW-Beschäftigte
Der Weg war steinig - erstmals seit Jahren Warnstreiks, dazu nächtliche, stundenlange Verhandlungen. Doch jetzt steht der Tarifvertrag für 120.000 VW-Beschäftigte, …
Mehr Geld für 120.000 VW-Beschäftigte

Kommentare