Gebühr am Geldautomat: Aigner droht mit Gesetz

Berlin - Bundesverbraucherministerin Ilse Aigner (CSU) droht Banken mit einem Gesetz im Kampf gegen hohe Gebühren bei fremden Geldautomaten. Sie fordert, dass die Banken die Kosten anzeigen.

 “Wenn die Banken in Deutschland das nicht bis Mitte 2011 umsetzen, werden wir gesetzliche Schritte einleiten müssen“, sagte Aigner der “Rheinischen Post“ (Montag). Sie sagte der Nachrichtenagentur dpa: “Früher ist mir natürlich lieber.“ Die SPD im Bundestag kritisierte, dass Aigner die Verbraucher erneut nur vertröste.

Die Verbraucherministerin hält eine Obergrenze von fünf Euro für die Abhebegebühren an anderen Banken als der Hausbank für zu hoch. “Fünf Euro sind deutlich zu viel“, sagte Aigner der dpa. Aigner will aber hierbei auf das Ergebnis der internen Verhandlungen der Banken warten.

Das Bundeskartellamt hatte eine von der Kreditwirtschaft vorgeschlagene Maximalgebühr von fünf Euro pro Abhebung im Juli als zu hoch abgelehnt und ein Konzept bis Ende August gefordert. Bisher konnten sich die Banken, Sparkassen und Volksbanken nicht einigen.

Die Privatbanken plädieren für eine Obergrenze von maximal 2 Euro, die Sparkassen und Volksbanken mit ihrem größeren Filialnetz wollen nur die Kosten anzeigen. Die Branche trifft sich an diesem Mittwoch. Wer nicht bei seiner Hausbank oder einer Partnerbank abhebt, muss bisher nach Angaben der Verbraucherzentralen durchschnittlich sieben Euro zahlen.

Rubriklistenbild: © dpa

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