Tote und Verletzte in den USA: Zug stürzt auf Autobahn

Tote und Verletzte in den USA: Zug stürzt auf Autobahn
+
Ab 15. Januar 2011 sollen zumindest die anfallenden Gebühren bei der Abhebung angezeigt werden.

Gebühren an Geldautomaten nerven Verbraucher

Düsseldorf - Die hohen Gebühren von bis zu zehn Euro für Abhebungen an fremden Geldautomaten nerven die deutschen Verbraucher. Ab 15. Januar 2011 wird es aber eine wichtige Neuerung geben.

Mehr als ein Drittel der Bankkunden findet, dass auch Abhebungen an fremden Geldautomaten völlig kostenlos sein sollten. Weitere 20 Prozent sprachen sich für Gebühren von höchstens einem Euro aus. Rund 25 Prozent hielten maximal zwei Euro für angemessen. Das ergab eine repräsentative Umfrage, die von der Berliner Info GmbH im Auftrag der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen durchgeführt und am Dienstag veröffentlicht wurde. Bislang müssen Verbraucher bis zu zehn Euro bezahlen.

Dass der Wunsch nach günstigen oder sogar kostenlosen Abhebungen keine realitätsferne Träumerei sei, zeige ein Blick ins benachbarte Ausland: In Österreich und den Niederlanden, aber auch in anderen europäischen Ländern seien Abhebungen für Bankkunden an Automaten aller Institute kostenlos, betonte die Verbraucherzentrale.

In Deutschland dagegen tobt seit Monaten ein Streit um die Gebühren für Abhebungen an Geldautomaten, die nicht zum Netzwerk der eigenen Bank gehören - ohne dass es zu einer für die Kunden befriedigenden Lösung gekommen wäre. Lediglich die privaten Banken haben sich inzwischen auf eine Gebührenobergrenze von 1,95 Euro geeinigt.

Den Großteil des Marktes teilen sich allerdings Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken auf - und hier gibt es laut Verbraucherzentrale nach wie vor keine Fortschritte für die Kunden. “Wir fordern, dass auch die beiden anderen Säulen des Bankensystems die Gebühren für Fremdabhebungen deutlich senken“, sagt Klaus Müller, Vorstand der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. “Schließlich liegen die tatsächlich entstehenden Kosten pro Abhebung für die Institute unter einem Euro.“

In einem Punkt immerhin ist Besserung in Sicht. Ab 15. Januar 2011 sollen zumindest die anfallenden Gebühren bei der Abhebung angezeigt werden. Darauf hatten sich Banken und Sparkassen auf Druck des Bundeskartellamts im August geeinigt. An der von der Berliner Info GmbH vom 30. August bis 6. September durchgeführten telefonischen Umfrage nahmen 1.040 zufällig ausgewählte Befragte aus dem gesamten Bundesgebiet teil.

dapd

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Dax setzt mit Kurssprung zum Jahresendspurt an
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat am Montag den Grundstein für eine Jahresend-Rally gelegt. Dank des Rückenwindes von der tonangebenden Wall Street schloss der deutsche …
Dax setzt mit Kurssprung zum Jahresendspurt an
Porsche: BR-Chef will Firmen-E-Mails abends löschen lassen
Nach Feierabend geht für viele Beschäftigten die Arbeit irgendwie weiter - dienstliche Mails werden auch spät am Abend noch beantwortet. Schluss damit, fordert ein …
Porsche: BR-Chef will Firmen-E-Mails abends löschen lassen
Bieterfrist für Airline Niki gesetzt
Nach der gescheiterten Übernahme durch die Lufthansa soll schnell ein Käufer für die Airline Niki gefunden werden. Interessenten gibt es einige, sagt der …
Bieterfrist für Airline Niki gesetzt
"Chef-Masche": BKA im Kampf gegen Firmenbetrüger erfolgreich
Mit einer Art "Enkeltrick de luxe" schaffen es Betrüger immer wieder, Firmen um hohe Geldbeträge zu bringen. Aber das Bundeskriminalamt hält dagegen - mit Unterstützung …
"Chef-Masche": BKA im Kampf gegen Firmenbetrüger erfolgreich

Kommentare