Gewerkschaft besorgt

Gefahr für Münchner Siemens-Standort?

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München – Die Gewerkschaft IG Metall fürchtet um den Siemens-Standort in München-Allach. Zahlreiche Arbeitsplätze könnten gefährdet sein, teilte die Gewerkschaft mit.

Grund für die Sorge ist der Übernahmepoker um die Energiesparte des französischen Konzerns Alstom. Sowohl Siemens als auch General Electric sind an der Übernahme interessiert. Siemens bietet den Franzosen im Tausch die eigene Bahnsparte an, doch die hat einen großen Standort in München. „Daher könnte bei einem Zusammenlegen der Bahnsparten der beiden Konzerne unter Führung von Alstom gerade der Standort in der Krauss Maffei Straße in Allach kurz bis mittelfristig zur Disposition stehen, was im schlimmsten Fall eine Standortschließung bedeutet“, teilte die IG Metall mit. „Eine mögliche kurz- oder mittelfristige Schließung eines seit über 175 Jahren bestehenden Werkes werden wir nicht akzeptieren.“ Auch die neue Konzernstruktur könne zu Stellenverlusten in München führen.

Vorstandschef Joe Kaeser habe bei der Vorstellung der neuen Konzernstrategie betont, „dass die von ihm beschriebenen Veränderungen nun mit Ruhe und Sorgfalt bis Herbst umgesetzt werden“, sagte ein Siemens-Sprecher. „Über weitere Details werden wir nach eingehender Beratung mit den Arbeitnehmervertretern informieren. Der Prozess der Beratungen hat bereits begonnen.“ Er bestätigte auf Nachfrage, dass in Deutschland nach wie vor eine Standort- und Beschäftigungsgarantie gelte, so dass betriebsbedingte Kündigungen ausgeschlossen seien.

Philipp Vetter

Rubriklistenbild: © dpa

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