Gegen Reklameflut kann man sich wehren

- Ob Supermarktangebote oder Preisausschreiben: Briefkastenwerbung ist selten ausdrücklich erwünscht und kommt trotzdem regelmäßig. Dabei verstopfen die Postwurfsendungen und Werbebriefe nicht nur den Briefkasten, sondern sind auch eine Belastung für die Umwelt. Zwar mag es aussichtslos erscheinen, die Reklameflut einzudämmen - aber einige Schritte sind doch einen Versuch wert.

<P>Zunächst können Verbraucher sich durch einen schriftlichen Hinweis am Briefkasten vor unwillkommener Post schützen. "Ein gut sichtbarer Aufkleber, auf dem klar formuliert wird, dass kein Werbematerial erwünscht ist, reicht in vielen Fällen", so Ines Nitsche vom Bundesverband der Verbraucherzentralen in Berlin. </P><P>Dieser könne dabei ganz individuell gestaltet sein, sollte aber direkt auf dem Briefkasten angebracht werden. "Viele bringen einen Hinweis für alle Briefkästen des Hauses an und wundern sich, wenn Zusteller dies nicht verstehen", meint Seong-Han Kim, Geschäftsführer von Faber Lotto-Service in Bochum. Doch viele Werbebriefe werden von den Unternehmen persönlich an den Empfänger adressiert. "In solchen Fällen kann man natürlich vom Briefträger nicht verlangen, dass er jedes Briefkuvert eingehend analysiert", so Nitsche. Seien die Briefe nicht offensichtlich als Werbematerial identifizierbar, müssen Briefträger die Sendung einwerfen, so die Verbraucherschützerin. </P><P>Die Adressen werden dabei von so genannten Listbrokern oder Adressenverlagen vermietet oder verkauft. 170 solcher Unternehmen sind im Deutschen Direktmarketing Verband (Postfach 14 01, 71243 Ditzingen, Tel.: 07156/95 10 10, Internet: www.ddv.de) organisiert. </P><P>"Wer sich vor solchen Briefen schützen möchte, kann sich bei uns in die Robinsonliste eintragen", sagt Gertrud Gietz vom DDV. Sind Namen und Adresse auf dieser Liste registriert, wollen die Mitgliedsunternehmen des Verbandes auf die Zusendung von Werbung verzichten.</P><P>Weitere Infos www.direktmarketing-info.de</P>

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