Gegen IBM und SAP: Taten statt Worte

- München - Niemals schlecht über die Konkurrenz sprechen. Eine Regel von Rolf Schwirz. "Am besten gar nicht über die Wettbewerber reden", meint der Deutschland-Chef von Oracle. Dafür wird im weltweit zweitgrößten Softwarehaus an IBM umso mehr gedacht. Denn im Bereich der Middleware - "die aus unserer Sicht strategisch wichtigste Software" - will Schwirz zum Überholmanöver ansetzen.

Oracle will sich zudem als starke Nummer zwei in Deutschland bei der Unternehmenssoftware etablieren - dem Heimatmarkt des Erzrivalen SAP. Bei Datenbanken soll die Marktführerschaft ausgebaut werden.Nach einem Negativwachstum von zwei Prozent im vorhergehenden Geschäftsjahr sind die Umsätze von Oracle Deutschland 2004/05 (31. Mai) um drei Prozent auf 444 Millionen Euro gestiegen. Peoplesoft, das 2004 sein bestes Geschäftsjahr hatte (Erlös von 60 bis 80 Millionen Dollar) und dessen Integration nach der Übernahme abgeschlossen ist, ist da noch nicht eingerechnet.50 000 Mitarbeiter hat Oracle weltweit, 1500 sind es in Deutschland. Die haben besonders bei der Unternehmenssoftware ein gutes Jahr hingelegt. So haben sich zum Beispiel Hochtief, der Freistaat Thüringen und die Landeshauptstadt München neu oder wieder an Oracle gebunden. Das beflügelt Rolf Schwirz' Pläne gegen die Wettbewerber - bei der Unternehmenssoft- wie Middleware. Und dann sagt er es doch: "Wir wollen die IBMler überholen."

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