Gegenwind für die Telekom in Griechenland

-

Athen (dpa) - Die griechische Telekom-Gewerkschaft hat wegen des geplanten Einstiegs der Deutschen Telekom bei der Hellenic Telecom (OTE) Streiks begonnen. Gewerkschaftsmitglieder hängten schwarze Bänder und deutsche Fahnen auf das Hauptgebäude der griechischen Telekom im Athener Vorort Maroussi.

Zudem streikten für 24 Stunden alle Techniker der Gesellschaft, wie das Fernsehen berichtete. Die OTE-Gewerkschaft (OME-OTE) sperrt sich gegen die Übernahme von knapp 20 Prozent des größten Telekomanbieters in Griechenland durch die Deutschen. Die Streiks sollen am Mittwoch ausgeweitet werden. Dann beginnt ein dreitägiger Streik aller Angestellten der griechischen Telekom, teilte die Gewerkschaft mit.

Die Deutsche Telekom will ihre Position in Südosteuropa ausbauen und für 2,5 Milliarden Euro knapp 20 Prozent am größten Telekomanbieter in Griechenland von der Investmentgesellschaft Marfin übernehmen. Zudem will die Telekom ihre Beteiligung weiter auf bis zu 33 Prozent erhöhen und damit die Kontrolle über OTE übernehmen. Dazu werde das Bonner Unternehmen Gespräche mit der Regierung in Athen führen, hatte es vor wenigen Tagen geheißen.

Die Regierung in Athen befürwortete abermals den geplanten Einstieg. "Wir denken an eine gemeinsame Führung des Unternehmens von der Deutschen-Telekom und dem griechischen Staat", sagte der griechische Wirtschaftsminister der Athener Zeitung "Eleftherotypia".

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Nichtraucher klagen gegen das Verdecken von Schockbildern
München (dpa) - Eine bayerische Nichtraucherinitiative will das in Supermärkten übliche Verdecken der Schockbilder auf Zigarettenschachteln gerichtlich verbieten lassen.
Nichtraucher klagen gegen das Verdecken von Schockbildern
Dax pendelt sich im Plus ein
Frankfurt/Main (dpa) - Der Dax hat sich nach langem Hin und Her für einen vorsichtigen Erholungsversuch entschieden. Negativ aufgenommene Unternehmenszahlen bremsten …
Dax pendelt sich im Plus ein
Generationswechsel an Nintendo-Spitze
Shuntaro Furukawa wuchs in den 80er Jahren mit der ersten Nintendo-Konsole auf. Jetzt soll der 46-Jährige einen Generationswechsel in der Chefetage des traditionsreichen …
Generationswechsel an Nintendo-Spitze
Geldschwemme geht weiter: EZB belässt Leitzins bei null Prozent
Trotz Kritik von verschiedenen Seiten hat die Europäische Zentralbank am Donnerstag verkündet, sie werden den Leitzins auch weiterhin bei null Prozent belassen. 
Geldschwemme geht weiter: EZB belässt Leitzins bei null Prozent

Kommentare