Gehälter der Hertie-Mitarbeiter gesichert

Düsseldorf - Die Warenhauskette Hertie kann trotz des laufenden Insolvenzverfahrens ihren rund 3500 Mitarbeitern bis zum Jahresende die Gehälter zahlen.

Das sagte Insolvenzverwalter Biner Bähr am Freitag der Deutschen Presse-Agentur dpa in Düsseldorf. Bisher hatte das Insolvenzgeld nur die Einkommen bis Ende Oktober abgesichert. "Das zeigt unsere Zuversicht, dass Hertie es schafft", sagte Bähr. "Ich glaube eben an Hertie." In den jetzt 72 Hertie- Filialen sei seit dem Insolvenzantrag Anfang August noch keinem Mitarbeiter gekündigt worden.

Das Geld für November und Dezember stamme aus dem regulären Cash- Flow des Unternehmens. Bereits vergangene Woche hatte der Insolvenzverwalter angekündigt, Hertie werde trotz Insolvenz im November ein weiteres Kaufhaus im bayerischen Straubing aufmachen. Die stabile Lage spiegele sich auch in der strategischen Ausrichtung der Warenhauskette wider, die derzeit in den letzten Details ausgearbeitet werde, sagte Bähr.

Mit der Planung solle potenziellen Investoren ein "vernünftiger Horizont" aufgezeigt werden. Mit den bis Ende des Jahres gesicherten Löhnen und Gehältern sei für solche Investoren auch die Geschäftstätigkeit gesichert. "Wir wissen noch nicht, wann ein Investor gefunden ist", sagte Bähr. Er hoffe, bis November ein Ergebnis zu erreichen.

Die ehemalige Tochter von KarstadtQuelle (heute Arcandor) war unter anderem aufgrund der schwachen Konjunktur im Textileinzelhandel in die Zahlungsunfähigkeit geraten. Die Prüfung jeder einzelnen Filiale auf Rentabilität sei noch nicht abgeschlossen und dauere mindestens noch bis Mitte Oktober, so Bähr. Daher sei auch noch unklar, ob Filialen geschlossen würden.

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