Geheimes Reservezentrum für den Notfall

- Erding - Das Amade-us-Rechenzentrum in Erding ist ein Hochsicherheitstrakt. 100 Kameras innerhalb und außerhalb des Gebäudes, 2500 Sensoren, Passkontrolle, extradicke Wände - so wird das Herz eines weltum-spannenden Computerreser-vierungssystems geschützt. Drei unabhängige Computersysteme sind jeweils per Glasfaserkabel mit der Außenwelt vernetzt. Die Stromversorgung ist durch Anschluss an zwei Kraftwerke gewährleistet. Wenn beide Leitungen gestört sind, springen Dieselgeneratoren an.

<P>Doch in Zeiten der Terrorangst reichen diese Vorkehrungen nicht. "Seit dem 11. September 2001 ticken die Uhren anders", erzählt Geschäftsführer Eberhard Haag. "Ein vollgetankter Jumbo knallt hier rein - das ist auch ein Szenario, auf das wir vorbereitet sein müssen", sagt Haag. </P><P>Für einen solchen Fall baut Amadeus derzeit ein "Desaster Recovery Center" irgendwo im Umkreis von München auf - genauer Standort: Geheimsache. Alle Daten laufen in diesem Notfallrechenzentrum zeitgleich mit der Zentrale in Erding ein. Diese "sekundengenaue Spiegelung der Informationen" soll ein nahezu übergangsloses Umschalten der Geschäftstätigkeit von einem auf das andere Rechenzentrum ermöglichen. "Wir haben dort das gleiche System, die gleiche Hardware", erzählt Haag. </P><P>In der ersten Stufe werden in das Desaster Recovery Center 20 Millionen Euro investiert, weitere 15 Millionen Euro sollen folgen. Mitte 2004 soll das Rechenzentrum in Betrieb gehen, eine offizielle Eröffnungsfeier wird es laut Haag nicht geben.<BR>Eberhard Haag ist seit dem Jahr 2000 Geschäftsführer des Amadeus-Rechenzentrums.</P>

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