DAX geht mit Verlusten ins Osterwochenende

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Frankfurt (dpa) - Die deutschen Aktienindizes haben den Handel vor Ostern mit Verlusten beendet. Die Finanzkrise hielt die Börsen in der gesamten Woche fest im Griff. Zwar zeigte sich der DAX am Nachmittag etwas versöhnlicher, schloss aber dennoch mit einem Minus von 0,65Prozent auf 6.319,99 Zähler.

Im Wochenvergleich fiel der deutsche Leitindex um rund zwei Prozent oder 130 Punkte. Für den MDAX ging es um 0,99 Prozent auf 8.223,53 Zähler nach unten. Der TecDAX verlor 0,35 Prozent auf 701,80 Zähler.

Am Nachmittag sorgten freundliche US-Daten und eine entsprechende Entwicklung an der Wall Street nochmals für eine etwas aufgehellte Stimmung. Der Philadelphia-Fed-Index ist im März überraschend deutlich gestiegen. "Vor dem langen Wochenende herrschte am Nachmittag aber bereits deutliche Zurückhaltung. Zumal am Ostermontag hierzulande die Börsen geschlossen sind, in New York aber gehandelt wird", sagte ein Händler. Selbst der große Verfall zum Handelsschluss habe nicht mehr für viel Bewegung gesorgt.

Aktien der Deutschen Post litten unter einem schwachen Ausblick des US-Wettbewerbers FedEx und verloren 3,10 Prozent auf 19,09 Euro. Die Prognose des US-Logistikers für den Gewinn je Aktie im vierten Geschäftsquartal liege mit 1,60 bis 1,80 Dollar je Aktie unter den Analystenprognosen von 1,95 Dollar, hieß es am Markt.

Banken blieben nach der Ergebnisrevision der Credit Suisse ein Thema. Die Schweizer Großbank rechnet im laufenden Quartal wegen der Finanzkrise mit einem Verlust. "Vor allem der März muss sehr schlecht gelaufen sein", sagte ein Händler. Daraufhin verloren Deutsche Bank-Titel 1,15 Prozent auf 70,27 Euro. Auch Hypo Real Estate (HRE) kamen unter Druck, während sich die Aktien der Commerzbank und Postbank gegen den Trend stemmen konnten.

ThyssenKrupp verloren unterdessen als schwächster Wert im DAX 4,00 Prozent auf 34,06 Euro. Händler verwiesen auf die jüngste Korrektur der Rohstoffpreise, die auch Stahlwerte belaste. Auch der große Verfall habe zu einigen unerklärlichen Kursschwankungen geführt, sagte ein Börsianer.

Lufthansa-Papiere stiegen indes um 4,42 Prozent auf 16,08 Euro. Händler verwiesen vor allem auf den wieder etwas rückläufigen Ölpreis, der die Aktien der Fluggesellschaft etwas entlaste. Hinzu kämen charttechnische Gründe, sagte Thomas Nagel von equinet. Das Papier stoße sich von einem langfristigen Aufwärtstrend nach oben ab.

IKB Deutsche Industriebank beendeten ihren letzten Tag im MDAX mit neuen Hiobsbotschaften. Nach einer zwischenzeitlichen Handelsaussetzung gingen die Titel mit Verlusten von 2,77 Prozent auf 4,92 Euro aus dem Handel. Die schwer angeschlagene Mittelstandsbank muss weitere Millionen auf ihr Wertpapierportfolio abschreiben und rechnet im Gesamtjahr mit einem höheren Verlust. Händler ereiferten sich über die Entwicklung. "Hier sollte endlich ein sauberer Schlussstrich gezogen werden, damit wieder Vertrauen zurückkommt", sagte ein Börsianer. Allerdings habe niemand ernsthaft damit rechnen können, dass die Sache bereits ausgestanden sei.

K+S büßten 6,89 Prozent auf 177,15 Euro ein. Händler verwiesen auf besonders schwache Vorgaben für den Düngemittel- und Salzproduzenten, nachdem die Aktien der Wettbewerber in den USA wie Potash Corp. und Mosaic jeweils mehr als zehn Prozent verloren hatten. Zudem belaste ein negativer Artikel in der wöchentlichen Börsen-Zeitung "Barron's" zum Sektor der Düngemittelhersteller.

Im TecDAX schafften Tele Atlas mit plus 11,01 Prozent auf 24,41 Euro den Sprung an die Spitze. Händler verwiesen auf eine nun wieder erhöhte Wahrscheinlichkeit, dass die Übernahme durch TomTom doch zu Stande kommen könnte. Am Mittwochnachmittag erfuhr die dpa-AFX-Partneragentur Thomson Financial aus EU-Kreisen, dass die Europäische Kommission die geplante Transaktion genehmigen dürfte. Conergy rutschen unterdessen ohne Neuigkeiten um 18,47 Prozent auf 12,01 Euro ab.

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