Geiger Technik: Mindestens 250 Stellen fallen weg

- Garmisch-Partenkirchen - Der Garmisch-Partenkirchener Automobil-Zulieferer Geiger Technik baut mindestens 250 Stellen in Bayern ab. Das Unternehmen will seine Produktion in Garmisch-Partenkirchen bis 2007 mit der in Murnau zusammenlegen sowie Teile der Fertigung nach Polen verlagern. Durch diese Maßnahmen entfielen an den beiden heimischen Standorten etwa 250 Arbeitsplätze, wie Geschäftsführer Albert Geiger den Mitarbeitern auf einer Betriebsversammlung ankündigte.

"Es geht um die Sicherung des Gesamt-Unternehmens." Geschäftsführer Albert GeigerDer Betriebsrat rechnet dagegen mit einem weitaus größeren Stellenverlust. Er erwartet, dass in Garmisch-Partenkirchen und Murnau insgesamt bis zu 400 Jobs gestrichen würden. Der Betriebsrat hatte verschiedene Szenarien zum Erhalt des Werkes in Garmisch-Partenkirchen erarbeitet. Diese seien aber nicht realisierbar, erklärte Geiger. Wegen des großen Preisdrucks durch die Auto-Hersteller "müssen wir die Kostenstruktur der Produktion schnellstmöglich in den Griff bekommen", sagte der Geschäftsführer. Zudem käme man an einem Standort in Osteuropa angesichts des schnell wachsenden dortigen Marktes nicht herum. "Ich versuche immer wieder zu vermitteln, dass es um die Sicherung des Gesamt-Unternehmens geht. Mit dem Teilabbau wollen wir den Rest sicherer gestalten."Belegschaftsvertreter warfen der Unternehmensführung Managementfehler vor. "Man versucht nicht die Fehler intern anzugehen, sondern mit der Verlagerung von Arbeitsplätzen nach Thüringen und Polen einen Schlussstrich zu ziehen", erklärte der Betriebsratsvorsitzende Wolfgang Nebl. An einem bestehenden Geiger-Standort in Thüringen sowie in einem geplanten Werk in Polen sollen seinen Angaben zufolge in den kommenden Jahren 400 Arbeitsplätze entstehen. Langfristig könnten auch Teile der Entwicklung und der Verwaltung gen Osten verlagert werden.

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