Geiz beim Heizen lohnt sich nicht

- Mit Beginn der kühleren Tage im Herbst flammt zwischen Mietern und Vermietern oft Streit darüber auf, ob und in welchem Umfang geheizt werden muss. Auch Eigenheimbesitzer sind versucht, die Heizperiode noch ein wenig hinauszuzögern, um Geld zu sparen. In beiden Fällen geben Experten der Wärme den Vorrang. Es gilt der Grundsatz: "Kein Mieter muss in seiner Wohnung frieren", sagt Ulrich Ropertz vom Deutschen Mieterbund.

Und vor Kälte zitternde Wohnungseigentümer gefährden nicht nur ihre Gesundheit, sondern auch die Bausubstanz. "Bei Mietwohnungen gibt es keine starre Regelung, wann die Zentralheizung in Betrieb genommen werden muss", so Ropertz. In vielen Mietverträgen ist die Dauer der Heizperiode allerdings ausdrücklich vereinbart. Doch wenn die Außentemperatur außerhalb der Heizperiode drei Tage lang weniger als 12 Grad Celsius beträgt, muss der Vermieter auch im Sommer heizen.<BR><BR> Das Gleiche gilt, wenn die Zimmertemperatur unter 18 Grad fällt. Für den Vermieter entstehe durch das Anwerfen oder Laufenlassen der Zentralheizung kein finanzieller Nachteil, da die Kosten auf die Mieter umgelegt werden, sagt Ropertz. Zu später Heizbeginn kann teure Sanierungskosten nach sich ziehen. Auf jeden Fall sollte geheizt werden, bevor die Wände der Wohnung auskühlen. Sonst schlägt sich der Wasserdampf aus feuchtwarmer Raumluft als Kondensat an den Wänden nieder. Dies führe verhältnismäßig schnell zu Bauschäden durch Schimmelpilze.<BR>

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