US-Senat hat zugestimmt: Mike Pompeo ist neuer Außenminister

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Gekürzte Pendlerpauschale: Wie der Weg zur Arbeit jetzt noch zählt

- Ab nächstem Jahr können weniger Kosten für den Weg zur Arbeitsstelle steuerlich abgesetzt werden. Das bedeutet für Millionen Beschäftigte teils Mehrbelastungen von mehreren hundert Euro - und für ihre Arbeitgeber ebenfalls. Wir erklären, worauf es ankommt.

Die neue Regel lautet: Wer höchstens 20 Kilometer einfachen Arbeitsweg hat, kann nichts mehr steuerlich geltend machen. Und wer weiter unterwegs ist, kann erst ab dem 21. Kilometer jeweils 30 Cent als Werbungskosten in der Steuererklärung angeben. "Insgesamt steigt für Berufstätige die persönliche Steuerlast um bis zu 580 Euro im Jahr", hat die Zeitschrift "Finanztest" (Ausgabe 10/2006) errechnet.

Der Steuervorteil geht auch bei Fahrt-Zuschüssen vom Chef teilweise verloren. Arbeitgeber müssen ab 1. Januar nach der Länge des Arbeitswegs ihrer Mitarbeiter unterscheiden.

- Bis maximal 20 Kilometer Arbeitsweg werden die Zuschüsse zum Fahrtweg in voller Höhe steuer- und sozialabgabenpflichtig, erklärt "Finanztest".

Beispiel: Gewährt der Chef einen Zuschuss von 500 Euro im Jahr für einen Arbeitsweg von 15 Kilometern, muss der Angestellte bei einem Jahresgehalt von 40 000 Euro und Steuerklasse I inklusive Soli 180 Euro Lohnsteuer zahlen. Hinzu kommen 105 Euro Sozialabgaben. Damit bleiben von den 500 Euro Zuschuss nur noch 215 Euro übrig. Außerdem muss der Chef statt der bisherigen Pauschalsteuer von 79 Euro den Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung von 105 Euro aufbringen.

- Ab 21 Kilometern bleiben die Zuschüsse, die nicht die Entfernungspauschale übersteigen, sozialabgabenfrei. Sie dürfen -wie bisher -mit 15 Prozent plus Solidaritätszuschlag pauschal versteuert werden. Beispiel: Der Chef zahlt einem Arbeitnehmer (230 Arbeitstage) für 30 Kilometer Weg 30 Cent pro Kilometer. Dies ergibt einen Gesamtzuschuss von 2070 Euro. Bislang zahlt der Arbeitgeber für den Zuschuss auf der gesamten Strecke von 30 Kilometern eine Pauschalsteuer von 328 Euro. Künftig wird das teurer: Der Chef zahlt die Pauschalsteuer nur noch für den Teil der Strecke, der über 20 Kilometern liegt. Hier sind das zehn Kilometer und es ergeben sich 109 Euro. Der Angestellte zahlt auf den restlichen Betrag Lohnsteuer und Sozialabgaben, was in diesem Beispiel einen Betrag von 790 Euro ergeben würde. Zusätzlich muss der Chef 290 Euro Sozialabgaben aufbringen.

Das sollten Sie beachten

Der Gesetzgeber hat die Kosten für den Arbeitsweg zur Privatsache erklärt. "Experten halten das für verfassungswidrig. Eine Flut von Einsprüchen ist zu erwarten", urteilt "Finanztest".

- Sammeln Sie vorsorglich Nachweise über die Höhe Ihrer Fahrtkosten; die neue Regel ist strittig. Sobald Musterprozesse anhängig sind, können Sie sich einklinken.

- Der Chef kann im Rahmen eines "Sachkostenzuschusses" Benzingutscheine oder Jobtickets im Wert von maximal 44 Euro pro Monat ausgeben. Dann bleibt dies steuer- und abgabenfrei.

- Autofahrer dürfen auch eine längere als die kürzeste Strecke ansetzen, wenn sie verkehrsgünstiger ist.

- Unabhängig von den tatsächlichen Kosten für Bus- und Bahnkarten gibt es nur noch die Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer, maximal 4500 Euro.

- Fahren Arbeitnehmer teils mit Bus und Bahn und teils mit dem Auto, rechnen sie getrennt: Fahrten mit Bus und Bahn zählen ab dem 21. Kilometer bis zu 4500 Euro und zusätzlich Autotouren auch über die Höchstgrenze hinaus.

 - Ohne einen Cent auszugeben, erhalten Mitfahrer ab dem 21. Kilometer die Pauschale von je 30 Cent.

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