Gelbe Seiten: Telekom verliert Markenrecht

- Bonn - Eine herbe Niederlage: Die Telekom verliert die Exklusivrechte an den "Gelben Seiten". Allerdings will sich der Telekommunikationsriese mit der geschützen Markenfarbe Magenta dieser Entscheidung nicht beugen. Im Streit um die Markenrechte an den "Gelben Seiten" will die Telekom gegen die Entscheidung des Deutschen Patent- und Markenamtes vorgehen.

"Wir werden das Bundespatentgericht anrufen", sagte ein Telekomsprecher.

Das Amt hatte nach rund zweijähriger Prüfung die Marken "Gelbe Seiten" und "Yellow Pages" aus seinem Register gelöscht. Diese Begriffe seien allgemein gängige Synonyme für Branchenverzeichnisse, begründete eine Sprecherin die Entscheidung. Deshalb seien sie nicht geschützt und müssten von anderen Anbietern verwendet werden dürfen.

"Diese Entscheidung ist noch nicht rechtskräftig, sie bedeutet aber für uns den Durchbruch", sagte GoYellow-Chef Klaus Harisch und kündigte an: "Jetzt werden wir dafür kämpfen, dass auch die Internetadresse www. gelbeseiten.de von allen Branchenauskünften verwendet werden kann." Die Internetauskunft seines Unternehmens sei seit 2004 von der Telekom-Tochter Detemedien in 23 Prozessen angegriffen worden; in 14 Verfahren sei es um die Verwendung der Farbe Gelb oder der Begriffe "Gelbe Seiten" und "Yellow Pages" gegangen.

Solange die Entscheidung nicht rechtskräftig ist, bestehe weiterhin der volle Markenschutz, stellte dagegen die Telekom klar. Mögliche Einbußen beim Verlust des Markenschutzes konnte ein Sprecher nicht beziffern.

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