Geldanlage im Alter: Sicherheit wichtiger als hohe Renditechancen

- Trotz aller Rentenprobleme ist es unübersehbar: Ruheständler werden durch gezielten Vermögensaufbau und hohe Erbschaften immer vermögender. Das Deutsche Institut für Altersvorsorge schätzt, dass Seniorenhaushalte bis 2010 durch Erbschaften um rund 420 Milliarden Euro reicher werden. Hinzu kommen jährlich 50 Milliarden Euro aus Lebensversicherungen. Wie aber hat man am meisten davon?

<P>Reisen, golfen, segeln: Auf Senioren-Wunschzetteln steht Teures. Dazu kommt die gestiegene Lebenserwartung. Die Finanzreserven müssen ein Vierteljahrhundert reichen. Weitsicht ist gefragt. Die wichtigsten Aspekte: Sicherung des Lebensunterhalts, sparen für Wünsche oder plötzliche Ausgaben (Pflegekosten), Vorsorgen für den Todesfall.<BR><BR>Rente aufstocken</P><P>Staatliche und betriebliche Altersvorsorge reichen meist nicht. Experten der Stiftung Warentest empfehlen, als Fundament eine private Rentenversicherung gegen Einmalbetrag abzuschließen, bei der nur ein Bruchteil, der Ertragsanteil, der Besteuerung unterliegt. Ein 60-Jähriger, der 50 000 Euro in eine Sofortrente umwandelt, kann mit 300 bis 350 Euro monatlicher Rente rechnen. Eine gleichaltrige Frau muss etwa 10 % Abschlag in Kauf nehmen. Damit Angehörige beim Tod des Versicherten das Kapital nicht verlieren, kann eine die Monatsraten schmälernde Rentengarantiezeit vereinbart werden. Üblich sind fünf Jahre, besser sind zehn.<BR><BR>Kurzfristig sparen</P><P>Wer alle wesentlichen Ausgaben wie Wohnen, Kleidung, Essen, Auto und Urlaub abgesichert hat, kann übriges Vermögen für andere Zwecke einsetzen. Je kurzfristiger der Anlagehorizont, desto sicherer sollte angelegt werden.<BR><BR> Für plötzliche Engpässe sollten Ruheständler mindestens ein Monatseinkommen auf einem flexiblen Tagesgeldkonto lagern.<BR> Festgelder sind besonders für Anlagezeiträume von sechs bis zwölf Monaten geeignet. Dabei werden Summen ab 2500 Euro für eine bestimmte Zeit angelegt und dadurch höher verzinst. Wer Geld für ein Jahr anlegen möchte, der erhält derzeit bei guten Banken knapp 3 %.<BR><BR> Geldmarktfonds bringen meist 1 % mehr als Festgelder und weit über Sparbuchniveau. Es werden aber Ausgabeaufschläge bis zu 1,5 % fällig, so sollte man Zeit haben.<BR><BR> Wer in vier oder fünf Jahren eine Anschaffung plant oder eine größere Summe braucht, liegt mit Sparbriefen gut. Der Anlageertrag ist exakt berechenbar. Der Zinseszins erhöht jedes Jahr die Erträge. Gebühren fallen nicht an. <BR><BR> Euro-Rentenfonds werfen jährlich eine lukrative Rendite ab. In den letzten fünf Jahren betrug diese zwischen 6 % und 7 %. Die Nettosteigerung (nach Abzug von Kosten) liegt etwa ein Prozent niedriger. Damit liegt diese Anlageform weit vor festverzinslichen Bankprodukten. Allerdings unterliegen Rentenfonds Wertschwankungen. <BR><BR>Aktienanteil begrenzen</P><P>Für die langfristige Vermögenssicherung kommen chancenreiche Aktienanlagen und sichere Investmentfonds in Betracht. Auf lange Sicht (ab 10 Jahre) sind Aktien und -fonds zu empfehlen. Man sollte beachten, dass die Papiere nicht zu einem Stichtag verkauft werden müssen. Ansonsten können Verluste anfallen. Kurssteigerungen sind nach Ablauf von einem Jahr Haltedauer steuerfrei! Als Erbmasse eignen sich Aktien und Aktienfonds gut. Höchstens 30 % des Vermögens sollten in Aktien angelegt werden. Clevere verschenken zu vererbende Anteilscheine an Angehörige, wenn die Kurse im Keller sind. Das spart Steuern.<BR><BR>Aktienkurse schwanken. Wer auf Sicherheit bedacht ist, der sollte den Großteil des Vermögens in offene Immobilienfonds investieren. Topfonds werfen jedes Jahr sichere 5 bis 6 % ab - das garantiert kontinuierliches Wachstum. Die Anteile können jederzeit ge- und verkauft werden.</P>

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