Aigner fordert "angemessene" Gebühren an Geldautomaten

Berlin - Kurz vor der Einführung von Preisangaben bei Abhebungen an Geldautomaten hat Verbraucherministerin Aigner die Banken aufgefordert, Gebühren zukünftig moderater zu gestalten.

Nach der ab 15. Januar geltenden Preisangabe müssten die Banken nun dafür sorgen, dass die von ihnen verlangten Gebühren in einem “angemessenen Verhältnis zur erbrachten Leistung“ stünden, sagte die CSU-Politikerin dem “Hamburger Abendblatt“ (Mittwochausgabe). Aigner mahnte: “Überzogene Gebühren einzelner Banken, die ohne ersichtlichen Grund teilweise weit über zehn Euro für eine Bargeldabhebung verlangen, müssen endgültig der Vergangenheit angehören.“

Der Vorstand des Bundesverbandes der Verbraucherzentralen, Gerd Billen, forderte gesetzliche Maßnahmen, um überhöhte Gebühren am Automaten einzudämmen. “Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken verlangen auch in Zukunft überhöhte Gebühren. Deshalb muss es für Barabhebungen eine gesetzliche Obergrenze von zwei Euro geben“, sagte Billen der Zeitung. Das Kartellamt habe festgestellt, dass eine solche Transaktion tatsächlich deutlich unter einem Euro koste.

Mit der ab 15. Januar bestehenden Regelung werden Kunden am Geldautomaten darüber informiert, welchen Preis sie für die Bargeldabhebung bei einer fremden Bank oder Sparkasse zahlen müssen.

dapd

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