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Einheitliche Gebühren sollen der Abzocke an fremden Geldautomaten den Riegel vorschieben. Doch Achtung: Viele Banken halten sich nicht daran.

Die miese Abzocke am Geldautomaten

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München - Eigentlich sollte mit den Wuchergebühren fürs Geldabheben an fremden Automaten im Januar Schluss sein! Ein neuer Vergleich hat nun aber gezeigt, dass sich viele Banken nicht an einheitliche Gebühren halten.

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Das Bundeskartellamt hatte günstigere Preise und mehr Transparenz gefordert. Doch nur ein Teil der Geldinstitute hält sich daran. Ausgerechnet öffentlich-rechtliche Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken sind die Schlimmsten! Das ergab ein Gebührenvergleich des Finanzportals biallo.de bei Banken und Sparkassen.

Während sich die großen Privatbanken wie Hypo- Vereinsbank und Commerzbank, aber auch die Postbank auf eine einheitliche Fremdabhebegebühr von 1,95 Euro geeinigt haben, kassieren Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken zum Teil ein Mehrfaches davon.

„Viele Sparkassen und VR-Banken verlangen von Nichtkunden Gebühren, die deutlich über den tatsächlichen Kosten liegen“, sagt Finanzexperte Marcus PreuvomFinanzportalbiallo. de, dasdieFremdabhebegebühren von 382 Banken ausgewertet hat.

„Im Schnitt betragen die tatsächlichen Kosten nach unseren Recherchen deutlich unter einem Euro. Überhöhte Gebühren werden daher auch zum Imageproblem für die Banken und Sparkassen, die den Bogen überspannen.“

Preu: „Nach unserer Auswertung ergibt sich ein Durchschnittswert von 4,09 Euro Fremdabhebegebühr. Der Wert bei den 196 untersuchten Sparkassen liegt bei 4,51 Euro, bei den über 180 Genossenschaftsbanken bei 3,65 Euro.“ 

Bisheriger „Rekordhalter“ ist die Sparkasse Niederlausitz. Sie verlangt pro Vorgang stolze zehn Euro, gefolgt von der Volksbank im Harz, die mit 9,95 Euro schamhaft unter der Zehn-Euro-Grenze bleibt. Und möglicherweise gibt es noch teurere Banken oder Institute mit ähnlich hohen Beträgen. „Unsere Übersichtistnochnichtvollständig“, sagt Biallo-Mann Preu.

Einzige positive Nachricht: Vor dem Appell des Bundeskartellamtes verlangten die Institute bei Femdabhebungen noch mehr. Preu: „Im Schnitt sind die Gebühren um 1,70 Euro zurückgegangen.“

Preu rät: „Wer dringend Bargeld benötigt, sollte zu einem Automaten von Deutscher Bank, Commerzbank, Postbank, Norisbank oder HVB gehen, da hier einheitlich nur 1,95 Euro fällig werden.“

Karl-Heinz Dix

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