Geldautomaten werden umgestellt

Berlin - In der Nacht von Freitag auf Samstag werden die Geldautomaten in Deutschland auf ein neues System umgestellt. Beim Abheben am Automat einer fremden Bank erfährt der Kunde sofort die Gebühr.

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Außerdem fallen jene Gebühren weg, die sich die Banken bislang untereinander berechneten und die teilweise an die Kunden weitergereicht worden waren. Darauf hat der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV) am Mittwoch in Berlin hingewiesen. Die Privatbanken wollen in Zukunft Fremdkunden einheitlich 1,95 Euro berechnen. Das lehnt der Marktführer DSGV für seine Automaten aber Sparkassen-Präsident Heinrich Haasis hatte im vergangenen Jahr gesagt, es könne nicht sein, dass die Sparkassen-Kunden über ihre Konto-Gebühren den Kunden anderer Banken mit wenigen oder keinen Automaten das Netz finanzierten.

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Die Branche steht unter dem Druck des Kartellamtes, die Preise fürs Abheben bei einer fremden Bank zu senken. “Das direkte und transparente Kundenentgelt führt zu einem verstärkten Wettbewerb, bei dem sich marktgerechte Preise bilden. Diesem Wettbewerb stellen sich die Sparkassen“, sagte jetzt Bernd Fieseler, Vorstandsmitglied des DSGV. Laut DSGV werden an den 25.700 Sparkassen-Geldautomaten rund 95 Prozent aller Abhebungen von den eigenen Kunden vorgenommen. Deren Zahl liege bei 45 Millionen. Der zweitgrößte Verbund ist der der Volks- und Raiffeisenbanken mit 18.600.

In der Cash-Group sind Deutsche Bank, Norisbank, Postbank, Commerzbank, HypoVereinsbank, DAB-Bank und Berliner Bank zusammengefasst. Sie hat 9.000 Automaten. Der Cash-Pool umfasst Targo-Bank, Santander, SEB, Sparda-Banken, BB-Bank und Degussa-Bank und hat 2500 Automaten. 72 Prozent der Sparkassenkunden hätten bei einer repräsentativen Umfrage angegeben, innerhalb eines Jahres kein einziges Mal Bargeld an einem fremden Automaten abgehoben zu haben, erklärte der DSGV. Weitere 18 Prozent hätten maximal dreimal in zwölf Monaten fremd abgehoben.

dapd

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